Digital Life
08/22/2013

90 eGates für vier deutsche Flughäfen

Bis Ende 2014 sollen 90 elektronische Durchgangsschleusen an deutschen Flughäfen installiert werden. Der Kontrollvorgang für Reisende soll so nur noch 18 Sekunden betragen, Voraussetzung ist ein Reisepass nach ICAO-Norm.

An den deutschen Flughäfen Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg werden bis Ende 2014 90 eGates installiert. Damit soll der Kontrollvorgang für Ein- und Ausreisende auf weniger als 18 Sekunden reduziert werden.

Am Eingang des eGates wird ein geeignetes Reisedokument (elektronischen Reisepass nach ICAO-Norm, deutscher Personalausweis nPA, elektronischer Aufenthaltstitel eAT) durch ein Lesegerät gescannt. Während der Passagier den Laufsteg nach vorne geht, fährt eine Kamera automatisch auf Augenhöhe und gleicht das Bild mit dem des auf dem Chip gespeicherten Fotos des Reisedokuments ab. Danach öffnet sich die Türe und der Reisende geht entweder zum Gate oder zu einem Grenzbeamten, falls die automatische Überprüfung nicht geklappt hat oder weitere Überprüfungen notwendig sind.

Die Systeme werden von den deutschen Unternehmen Bundesdruckerei GmbH und Secunet geliefert, die das Ausschreibungsverfahren für automatisierte Grenzkontrollsysteme des deutschen Bundesministeriums gewonnen haben. Der Auftrag hat einen Umfang von 30 Millionen Euro für die Lieferung der Geräte und 10 Jahre Wartung und Support. Sollte sich das System bewähren, ist eine Bestellung von weiteren 180 eGates möglich.

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