Digital Life
04.12.2017

A350-Piloten verwechseln Flughafen, müssen durchstarten

Die Landebahn des falsch angepeilten Flughafens wäre zu kurz für das Passagierflugzeug gewesen. Die Piloten bemerkten ihren Fehler gerade noch rechtzeitig.

Der Singapore Airlines Flug mit der Nummer SQ422 verlief ohne größere Zwischenfälle – bis kurz vor der Landung. Die A350 war unterwegs von Singapur nach Mumbai und hatte die Landefreigabe für die Piste Nummer 9. Die Piloten verfehlten allerdings nicht nur die Landebahn, sondern gleich den Flughafen.

Etwa einen Kilometer vom internationalen Flughafen entfernt befindet sich der deutlich kleinere Juhu Airport. Dieser ist nur für Hubschrauber und kleine Flugzeuge ausgelegt. Wie Airlive.net berichtet, näherte sich die A350 Mumbai meerseitig. Die Piloten sahen die Juhu-Landebahn und steuerten darauf zu.

Sie bemerkten ihren Fehler noch rechtzeitig und konnten durchstarten. Sie mussten eine Schleife fliegen, konnten dann aber am richtigen Flughafen landen.

Fataler Fehler

Hätten die Piloten den Fehler zu spät bemerkt, hätte das fatal enden können. Die Landebahn von Juhu ist zu kurz für eine A350. Die A350 wäre vermutlich über die Landebahn hinausgeschossen und dabei schwer beschädigt worden. Kurz nach dem Ende der Landebahn befindet sich eine mehrspurige Straße und Wohnhäuser, Büros und Geschäfte.

Die Verwechslungsgefahr ist bekannt, weshalb die Air Control von Mumbai eine Warnung für alle Piloten herausgegeben hat, die Mumbai anfliegen. 1972 ist eine japanische DC-8, die ebenfalls auf der Piste Nummer 9 landen sollte, fälschlicherweise auf Juhu gelandet. Das Flugzeug schoss über die Landepiste hinaus und durchquerte einen Graben, bevor sie schließlich stoppte. Die Maschine erlitt schwere Schäden und musste abgeschrieben werden.

Der Grund für solche Verwechslungen ist, dass einige Piloten anscheinend auf Sicht fliegen, anstatt ihre visuelle Wahrnehmung mit den Instrumenten des Flugzeugs abzugleichen.