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Versuch Achterbahn-Fahrt zwischen echter und virtueller Realität.

Edmond O'Driscoll hält während der Fahrt seine Kapuze hoch, damit die Oculus Rift halbwegs verborgen bleibt
Edmond O'Driscoll hält während der Fahrt seine Kapuze hoch, damit die Oculus Rift halbwegs verborgen bleibt - Foto: Screenshot
Ein Zweier-Team kombiniert die physische Erfahrung einer echten Achterbahn-Fahrt mit einer virtuellen Fahrt per Oculus Rift.

Für eine Weltpremiere schmuggelten die zwei Entwickler Edmond O'Driscoll und Jonathan Forder eine Oculus Rift Virtual-Reality-Brille und einen Laptop auf eine Achterbahn in Großbritannien. Wie die Webseite Road to VR schildert, war das Ziel der beiden, die physischen Eindrücke einer echten Achterbahnfahrt am Körper mit den visuellen Eindrücken einer Achterbahnfahrt auf der selben Strecke - nur in anderer Umgebung - in virtueller Realität zu kombinieren.

Während O'Driscoll die Oculus Rift trug, filmte Forder die Aktion. Während die Achterbahn in Realität von nebliger Morgenstimmung umgeben ist, fährt O'Driscoll virtuell auf einer Achterbahn im Weltall.

Computer am Körper

"Um ehrlich zu sein, hatten wir keine Idee, ob es funktionieren würde; ob die Rift bei den Beschleunigungskräften der Fahrt funktionieren würde oder ob wir die Virtuelle Realität in Synchronisation mit der Achterbahn bringen konnten", sagt O'Driscoll. Für den Versuch mussten er und Forder einige technische Ausrüstung vor der Sicherheitskontrolle des besuchten Themenparks verbergen.

O'Driscoll hatte einen Laptop mit Klebeband an seinem Oberkörper befestigt. Eine Maus wurde im Pullover-Ärmel versteckt. Die Cursor-Position über dem Start-Knopf der Virtual-Reality-Simulation wurde per Klebeband über dem Lasersensor fixiert. Die Oculus Rift versteckte O'Driscoll innerhalb seines Kapuzenpullovers. Forder musste eine Videokamera in seinem Gewand verstecken.

Neue Dimension

Um Simulation und Realität möglichst gut zu synchronisieren, bedurfte es einiger Versuche, aber am Ende funktionierte das Ganze. Die Aktion habe gezeigt, dass die Kombination von echter Achterbahn und Virtual-Reality-Brille zukünftig eine ganz neue Dimension unterhaltsamer Erfahrungen ermöglicht. Übelkeit empfand O'Driscoll während seiner Fahrt nicht, die synchronisierte Bewegung sehen die Entwickler als ausschlaggebend dafür.

"Der Entwurf von Virtual-Reality-Strecken, die unterschiedlich zur eigentlichen Strecke sind, wäre der natürliche nächste Schritt, aber ich bin mir sicher, dass das anfänglich zu ein paar angespiebenen Leuten führt", meint O'Driscoll. Er resümiert: "Nach unserer Erfahrung ist diese Technik auf Achterbahnen unumgänglich und hat sehr viel Potenzial."

(futurezone) Erstellt am 12.05.2014, 11:39

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