Digital Life
02.04.2015

Airbnb ist ab sofort in Kuba verfügbar

Als eine der ersten US-Firmen expandiert Airbnb nach Kuba, nachdem das Verhältnis zwischen Castro und Obama sich gebessert hat.

Trotz des politischen Tauwetters zwischen Washington und Havanna ist es für US-Unternehmen nach wie vor schwierig, in Kuba Fuß zu fassen. Das US-Embargo besteht nach wie vor, die Internetabdeckung lässt zu wünschen übrig und die Abwicklung der Bezahlungen ist oft umständlich. Deshalb startet auch Airbnb mit einem begrenzten Angebot, wie npr berichtet. Vorerst sind Übernachtungsmöglichkeiten auf der kommunistischen Karibikinsel aus rechtlichen Gründen nur für US-Kunden von Airbnb zugänglich.

Das Angebot ist mit 1000 Einträgen relativ begrenzt, auch geografisch: die meisten verfügbaren Unterkünfte befinden sich in und um Havanna. Ein Zimmer mit Bad in unmittelbarer Nähe der Altstadt wird für 34 US-Dollar pro Nacht angeboten, inklusive Frühstück. Der Durchschnittliche Preis liegt bei 43 US-Dollar. Um überhaupt in Kuba operieren zu können, musste Airbnb mit dem US-Außenministerium verhandeln, da US-Internetseiten eigentlich alle IP-Adressen, die Kuba zugeordnet werden können, blocken müssen. Auch für die Abwicklung der Bezahlung musste eine Firma angeheuert werden, die in der Lage ist, Geld an die Vermieter nach Kuba zu schicken. Dass viele Wohnungsvermieter keinen eingenen Internetanschluss haben, sorgt für zusätzliche Probleme.