Kostenfalle
07/21/2011

AK warnt vor dem Bezahlen mit dem Handy

Vielen Handynutzern ist nicht bewusst, dass mit Paybox ohne bewusste Anmeldung eine vollwertige Zahlungsfunktion auf dem Handy zur Verfügung steht. Jene ist standardmäßig weder durch einen PIN-Code noch durch ein Passwort geschützt. Das kann im Falle eines Diebstahls teuer kommen.

Die österreichischen Netzanbieter A1, Orange, T-Mobile und tele.ring schalten die Zahlungsfunktion Paybox ohne dezidierte Anmeldung bei allen Vertragskunden frei, die einen Einziehungsauftrag erteilt haben (A1 nach 120 Tagen). Dabei wird kein schützender PIN vergeben, jener wird nur dann aktiviert, wenn sich der Kunde selbst bei Paybox anmeldet.

Wenn man die Funktion also nutzt, reicht ein simples Bestätigungs-SMS mit „Ja“, um eine Zahlung zu tätigen. Das kann Kunden laut der Arbeiterkammer (AK) bei einem Diebstahl des Telefons teuer zu stehen kommen. Dabei wird auf einen konkreten Fall verwiesen, wo die Telefonrechnung einer Kundin nach Diebstahl ihres Handys mit 30 Euro belastet wurde, obwohl sie das Gerät sehr schnell sperren ließ.

Tipps
Die AK gibt folgende Tipps im Umgang mit der bargeldlosen Zahlung über das Mobiltelefon:

+ Lassen Sie den Zahlungsdienst deaktivieren, wenn Sie das Handy als Geldbörse nicht brauchen.

+ Zahlen Sie gerne mit dem Handy, dann fordern Sie sicherheitshalber bei Paybox (kostenpflichtige Serviceline 0820 800 800) einen PIN-Code an.

+ Informieren Sie sich bei Ihrem Netzbetreiber über die Höhe des monatlichen Limits fürs Paybox-Zahlen. Die von den Betreibern der Paybox zuletzt gemeldeten Limits liegen bei 100 Euro (T-Mobile, tele.ring), 250 Euro (Orange) und 500 oder 600 Euro (A1 für Onlinezahlungen bzw. m-Commerce-Anwendungen). Bestehen Sie auf schriftlichen Informationen, da mitunter abweichende Auskünfte von den Hotlines kommen.