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11/10/2011

Alf Netek: „Ich hätte gerne das Rad erfunden“

Kapsch ist eines der heimischen Vorzeige-Unternehmen und Weltmarktführer beim Zugfunk GSM-R, bei Maut- und Verkehrssystemen. Kapsch hat die Patronanz über den Innovation Award übernommen. Im Interview spricht Alf Netek, Marketingvorstand der Kapsch Group, über den überstrapazierten Begriff Innovation und gibt Tipps für Startups.

Weltmarktführer beim Zugfunk GSM-R, bei Maut- und Verkehrssystemen und vielleicht bald auch in einem dritten – noch geheimen – Geschäftsbereich. Kapsch zählt zu den Top-Technologie-Marken des Landes.  „Weil gute Ideen die Basis für erfolgreiche Unternehmen sind“, wie Alf Netek, Marketingvorstand der Kapsch Group im Interview schildert, unterstützt Kapsch den Innovation Award.

futurezone: Warum unterstützt Kapsch den „Innovation Award“ des KURIER und der futurezone?
Alf Netek: Zukunftsorientierung und Innovationsführerschaft sind zwei der tragenden Säulen unserer Unternehmensphilosophie. Kapsch lebt diese Prinzipien nach Innen und nach Außen. Daher ist es naheliegend, dass  wir diese Initiative unterstützen.

Wie definieren Sie eigentlich Innovation?
Innovation ist prinzipiell ein überstrapazierter Begriff. Innovation heißt für uns die Transformation von Ideen in kommerziellem Erfolg.

Wie sehen Sie Österreich als Land der Innovationen?
Österreich war und ist grundsätzlich ein guter Boden für Innovationen. Nach einer Phase der Verankerung des Innovationsgedankens in den Unternehmensstrategien ist es jetzt aber auch an der Zeit, Innovation gezielt zu fördern und eine nachhaltige Innovationskultur zu entwickeln.

Für eine gute Innovationskultur braucht man eine gute Basis. Was ist ein guter Nährboden für gute Ideen und was kann man - Stichwort Bildungsvolksbegehren - dafür tun?
Wir müssen Neugierde fördern. Die Weichen in diese Richtung müssen früh im Bildungs- und Ausbildungsprozess gestellt werden.

Was würden Sie einem Start-up raten?

Um erfolgreich ein Start-up aufzubauen, muss man an seine Idee glauben, ihr treu bleiben, nach Rückschlägen wieder aufstehen und sich auch eine entsprechende Hilfe oder Ergänzung suchen. Zudem sollte man nicht auf die wirtschaftliche Komponente vergessen. Eine gute Idee braucht einen guten Business-Plan.

In welches Start-up würde Kapsch investieren?
Wir unterstützen seit vielen Jahren technologische Felder, die eine Nähe zu unserer Kernkompetenz und unserem Kerngeschäft haben.

Gibt es eine Idee, die Sie gerne realisieren würden?

Die Realisierung von Ideen ist eine der Triebfedern unseres unternehmerischen Handelns. Das ist unser Daily Business

Welche Idee hätten Sie gerne gehabt?
Eine der ganz großen der Menschheitsgeschichte: Ich hätte gerne das Rad erfunden. Damit begann eine Transformation der Gesellschaft.