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Digital Life
01/19/2018

Amazon erhöht Preise für Prime-Mitgliedschaft

Amazon hat in den USA die Preise für Prime um 18 Prozent erhöht. Auch Studenten müssen mehr bezahlen.

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon verlangt für sein Stammkundenprogramm Prime in den USA in bestimmten Fällen mehr Geld. Das ist die erste Preiserhöhung für Prime in fast vier Jahren. Der Preis steigt bei einem monatlichen Abo von 10,99 Dollar auf 12,99 Dollar, wie das Unternehmen aus Seattle am Freitag mitteilte.

Dies entspricht einer Erhöhung um gut 18 Prozent. Kunden mit einem Jahresabo zahlen weiter 99 Dollar. Der ermäßigte Prime-Tarif für Studenten steigt hingegen von monatlichen 5,49 Dollar auf 6,49 Dollar.

Prime-Kunden werden von Amazon schneller beliefert und können sich im Netz Filme und Serien anschauen. Mit diesem Angebot konkurriert Amazon vor allem mit Netflix. Netflix hat im Dezember 2017 seine Preise erhöht.

Wenig Kündigungen

Analysten sehen die Preiserhöhung als unproblematisch. Wer Prime häufig nutze, erhalte immer noch genügend Leistung für den Preis. Anstatt das Abo zu kündigen, werden diese eher auf das Jahresabo umsteigen. Wer Prime selten nutze, sei ohnehin kein guter Kunde, weshalb es für Amazon nur wenig ausmachen würde, solche Abonnenten zu verlieren. Die Anzahl der Prime-Kunden in den USA wird auf 90 Millionen geschätzt. Amazon selbst nennt keine Zahlen diesbezüglich.

Ob der Preis für die Prime-Mitgliedschaft auch in Österreich steigen wird, ist noch nicht bekannt. Amazon-Kunden in Österreich und Deutschland zahlen zurzeit 69 Euro für ein Jahresabo oder 7,99 Euro im Monat.