© Thomas Prenner

Trendwende
08/06/2012

Amazon verkauft mehr E-Books als Bücher

Der Online-Buchhändler Amazon hat am Montag mitgeteilt, auch in Großbritannien mehr Bücher in elektronischer als in gedruckter Form zu verkaufen. Genaue Zahlen gab der Kindle-Hersteller nicht bekannt. Auf 100 verkaufte Taschenbücher und gebundene Bücher kommen 114 E-Books.

Während es in den USA vier Jahre nach der Kindle-Einführung dauerte, bis die E-Book-Verkäufe die traditionellen Bücher einholten, wurde dieser Wert in Großbritannien bereits zwei Jahre nach Eröffnung des britischen Kindle-Stores erreicht. In einer Stellungnahme sprach Amazon von einer Lese-Renaissance, die der Kindle ausgelöst habe und von der nun auch Amazons Geschäft profitiere.

Konzern bleibt zugeknöpft
Für Unverständnis unter Marktbeobachtern sorgt weiterhin der Umstand, dass Amazon bei den E-Books keine genauen Verkaufszahlen veröffentlichen will. Auch welche Bücher nun genau für den Vergleich hergenommen werden, ist nicht ganz klar. Kostenlose E-Books seien jedenfalls nicht berücksichtigt, wohl aber gedruckte Bücher, die keine Kindle-Edition vorweisen können.

Die guten Verkaufszahlen der E-Books bei Amazon sind ohnehin nicht ganz repräsentativ für den Gesamtmarkt, da Amazon mit seinem Verkaufsschlager Kindle und seinem E-Book-Store vor allem im anglo-amerikanischen Raum als klarer Marktführer gilt. Potenzielle E-Book-Interessierte werden folglich hauptsächlich bei Amazon zuschlagen, was kaum die tatsächlichen E-Book-Zahlen am Gesamtmarkt widerspiegelt.

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