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Digital Life
05/24/2014

Amazon will bessere Preise und setzt Verlage unter Druck

In einem Streit um die Konditionen, zu denen Amazon E-Books von Verlagen kauft, setzt der Online-Händler auf harte Bandagen, von Lieferverzögerungen bis zur Entfernung von Büchern aus dem Angebot.

Um die Verlagsgruppe Hachette dazu zu bewegen, den Preis für E-Books zu senden, hat Amazon in den vergangenen Monaten Bücher des französischen Verlags mit unnötiger Verzögerung an Interessenten geliefert oder die Preise auf seiner Plattform erhöht. Amazon weiß um seine Marktmacht und übt durch die Benachteiligung von Hachette-Erzeugnissen Druck auf den Verlag aus. Einige Verleger bezeichnen diese Methoden offen als mafiös, Amazon hat sich noch nicht offiziell geäußert.

Jetzt hat der Online-Bücher-Primus sogar begonnen, Produkte von Hachette aus seinem Angebot zu streichen, wie engadget berichtet. Vorbestellungen sind bei einigen Büchern seit neustem nicht mehr möglich, weil Amazon den Status auf "nicht verfügbar" geändert oder die Produktseiten komplett entfernt hat. Auch mit anderen Verlagen streitet Amazon um die Preise von E-Books, sie werden es sich jetzt aber vermutlich zweimal überlegen, ob sie sich mit dem Online-Händler anlegen. Im Jahr 2010 hat Amazon in einem Streit mit Macmillan schon einmal Bücher aus dem Sortiment entfernt, nachdem der Verlag höhere Preise für seine Produkte ausverhandeln wollte.

Durch den versuchten Einstieg von Apple ins E-Book-Geschäft fanden sich die Verlage kurzzeitig in einer besseren Verhandlungsposition gegenüber Amazon, weshalb Amazon eine Zeit lang weniger Druck auf Verlage machte. Allerdings wurde Apple Preisabsprache nachgewiesen, woraufhin ähnliche Vereinbarungen zwischen Händlern und Verlagen verboten wurden. Jetzt ist Amazon anscheinend wieder selbstbewusster.