Digital Life
10.03.2014

Angeblicher Betrug bei Bitcoin-Börse Mt. Gox aufgedeckt

Mt. Gox Kunden wissen immer noch nicht, wo ihr Geld ist © Bild: Reuters/Toru Hanai

Eine Gruppe von Hackern behauptet, dass die angeblich ausgeraubte Bitcoin-Börse zumindest einen Teil der mutmaßlich gestohlenen Summe selbst einbehalten hat.

Nach dem Bankrott der Bitcoin-Börse Mt. Gox ist noch immer unklar, wie es zu der Pleite gekommen ist. Die Betreiber behaupten, dass Cracker sich Zugriff zum System verschafft und sämtliche Bitcoins im Wert von mehreren hundert Millionen Euro gestohlen haben. Eine anonyme Gruppe von Hackern behauptet jetzt aber, dass sie sich Zugriff zu Informationen verschafft habe, die nahelegen, dass die Betreiber von Mt. Gox sich zumindest einen Teil der angeblich gestohlenen Summe selbst unter den Nagel gerissen haben, wie forbes berichtet. Am Sonntag haben die Hacker den persönlichen Blog und den Reddit-Account von "Mt. Gox"-Betreiber Mark Karpeles übernommen und dort entsprechende Statements veröffentlicht.

Die Hacker haben auch eine 716 Megabyte große Datei mit angeblich von "Mt. Gox"-Servern stammendem Material veröffentlicht. Demnach weist die Bilanz der Bitcoin-Börse ein Plus von 915.116 Bitcoins aus, obwohl die Betreiber den Verlust des gesamten Vermögens vermeldet haben. Karpeles hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Eine unabhängige Bestätigung für den angeblichen Betrug gibt es derzeit nicht.