Digital Life
02.09.2013

Anklage wegen Hilfe für Lügendetektor-Tests

Ein US-Amerikaner wird beschuldigt, dutzenden Personen beigebracht zu haben, wie man Lügendetektor austrickst. Ihm drohen nun bis zu 27 Monate Haft.

Der 34-jährige Chad Dixon aus dem US-Bundesstaat Indiana bot rund 100 Personen persönliche Beratung vor Tests mit Lügendetektoren (engl. "polygraph") an und steht nun deswegen vor Gericht. Wie die Washington Post berichtet, wird dem Mann vorgehalten, dass er seine Anleitungen zum Austricksen des Geräts teilweise auch dann gegen Bezahlung angeboten hat, wenn er wusste, dass die betreffende Person damit ein gesetzliches Vergehen decken würde.

Verdeckte Ermittler gaben gegenüber Dixon vor, bei der Bewerbung für behördliche Stellen unerkannt lügen zu müssen und Dixon half ihnen. Unter Dixons Kunden befanden sich auch weitere Personen mit ähnlichem Vorhaben. Die Staatsanwaltschaft sieht in der bewussten Beihilfe zu einer Straftat ein eindeutiges Vergehen. Die Verteidigung argumentiert, dass Informationen zur Funktion und zum Überlisten eines Lügendetektors frei zugänglich sind.

Die Verteidigung vertritt den Standpunkt, dass Dixons Tätigkeit unter freie Meinungsäußerung fällt. Der Angeklagte selbst gibt sich reuig: "Ich war absolut überzeugt, dass diese Maschine ein Schwindel ist und ich denke diese Einstellung gab mir das Gefühl, dass ich nichts illegales und allzu schlechtes tue." Seine Informationen bezog Dixon von der Webseite des Lügendetektor-Spezialisten Doug Williams, der nun eine ähnliche Anklage wie jene gegen Dixon befürchtet.

Williams Webseite polygraph.com wurde vorerst vom Netz genommen.