© Anonymous

USA
07/12/2011

Anonymous greift militärische Beraterfirma an

Die Gruppe hat laut eigenen Angaben tausende Passwörter von Booz Allen Hamilton gestohlen. Das Unternehmen ist eng mit dem US-Militär verknüpft, die Daten sollen Login-Angaben von zahlreichen US-Regierungsangestellten enthalten.

Mitglieder der Online-Aktivistengruppe Anonymous haben nach eigenen Angaben tausende verschlüsselte militärische Passwörter von der, dem US-Verteidigungsministerium nahe stehenden, Beraterfirma Booz Allen Hamilton gestohlen und im Internet veröffentlicht. Alex Rothhacker, Experte vom Sicherheitsunternehmen TeamSHATTER, erklärt gegenüber eWEEK, dass die Passwörter mittels einer Brute-Force-Methode leicht entschlüsselbar seien.

Anonymous selbst spricht von insgesamt 90.000 militärischen Passwörtern. Die gestohlenen Daten enthalten unter anderem Nutzerdaten des US-Kommandozentrums CENTCOM, der Kommandoeinrichtung SOCOM, der Marine, der Air Force, dem Heimatschutzministerium, dem Außenministerium sowie verschiedenen Partnerunternehmen.

Schwache Sicherheitsmaßnahmen
Das Pentagon teilte mit, es sei sich des Zwischenfalls bewusst und tausche sich mit seinen Partnern darüber aus. Booz Allen Hamilton erklärte, entsprechend seiner Sicherheitsrichtlinien äußere sich das Unternehmen nicht zu dem Vorgang. Anoynmous reagierte sarkastisch: „Ihr habt Sicherheitsrichtlinien? Haben wir gar nicht bemerkt.“ Gleichzeitig zeigte sich die Gruppe schockiert von den unzureichenden Vorkehrungen des Unternehmens und gab an, bei ihrem Angriff auf so gut wie keinen Widerstand gestoßen zu sein.

In der Nacht auf Montag hatte Anonymous die Webseite der FPÖ gehackt, Anfang Juli jene der SPÖ. Man wolle gegen „Regierungen, Banken und andere korrupte Institutionen“ vorgehen, so Anonymous.

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