Anti-Nobelpreis: Panzer statt Strafzettel

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Anti-Nobelpreis: Panzer statt Strafzettel
09/30/2011

Anti-Nobelpreis: Panzer statt Strafzettel

Wasabis als Lebensretter, Panzer statt Strafzettel oder Käfer mit seltsamen Paarungsgewohnheiten. Am Donnerstag wurde der Anti-Nobelpreis für besonders skurrile wissenschaftliche Entdeckungen und Ideen vergeben.

Das Gähnen der Köhlerschildkröte ist nicht ansteckend. Für diese Erkenntnis wurden drei Österreicherinnen gemeinsam mit einer Britin mit dem Anti-Nobelpreis im Bereich Physiologie geehrt. Dabei ist das noch gar nicht der Gipfel der Skurrilität. Der Norweger Karl Halvor Teigen etwa erhält den Anti-Nobelpreis in Psychologie, weil er die Ursache für menschliches Seufzen herausgefunden haben will. Er ließ Versuchspersonen Puzzle-Aufgaben lösen. Viele die es nicht geschafft haben, gaben auf und seufzten.

Der Anti-Nobelpreis wird alljährlich in den Bereichen Physik, Physiologie, Chemie, Biologie, Medizin, Mathematik, Literatur, öffentliche Sicherheit sowie Frieden vergeben. Anders als beim “echten” Nobelpreis, der jährlich in Stockholm beziehungsweise Oslo (Friedensnobelpreis) verliehen wird, werden bei den Ig Nobel Prizes skurrile oder unwichtige wissenschaftliche Arbeiten “geehrt”. Ig-Nobelpreis wird der Preis genannt, weil "Ig" die englische Kurzform für "ignoble" ("unwürdig"oder "unnütz") ist. Die Preisverleihung findet alljährlich im an der Harvard-Unversität in Cambridge (USA) statt .

Harndrang als EntscheidungshilfeDie Gewinner scheinen sich in Sachen “verrückte Entdeckungen” und “abstruse Theorien”  immer weiter zu übertrumpfen. Eine Gruppe von Japanern etwa glaubt daran, dass Wasabis im Notfall Lebensretter sein können und werden dafür mit dem Anti-Nobelpreis in Chemie ausgezeichnet. Wenn ein Brand ausbricht, sollten sich Wasabis in Dichte und Geruch verändern und so den auf der Couch eingeschlafenen Bewohner alarmieren können, so die Theorie.

Mit dem Anti-Nobelpreis in Literatur wurde John Perry geehrt. Er hat die Theorie der strukturierten Aufschiebung aufgestellt. Diese besagt, dass man ein höchst leistungsorientierter Mensch ist, wenn man Sachen arbeitet, die wichtig sind, und dafür Arbeiten aufschiebt, die noch wichtiger sind.

Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat erkannt, dass Menschen bei Harndrang bei bestimmten Dingen schlechte beziehungsweise gute Entscheidungen treffen. An sie geht der Anti-Nobelpreis für Medizin.

Den Anti-Nobelpreis in Mathematik teilen sich all jene, die das Ende der Welt zu einem bestimmten Datum vorhergesagt und damit gezeigt haben, dass man bei mathematischen Berechnungen vorsichtig sein sollte.

Mit Panzer Parksünder abstrafenDaryll Gwynne und David Rentz erhalten den Anti-Nobelpreis in Biologie. Das verdanken sie der Entdeckung eines Käfers, der versucht, sich mit einer Bierflasche zu paaren. Der Anti-Nobelpreis für Physik geht an eine Gruppe von WissenschaftlerInnen, die bestimmt haben wollen, warum Diskuswerfern beim Wurf schwindlig wird, Hammerwerfern aber nicht.

Der Anti-Nobelpreis für Öffentliche Sicherheit geht an John Senders. Er hat ein schon vor längerem ein Experiment durchgeführt, in welchem Probanden ein Auto auf einem Highway steuern mussten, während immer wieder die Sonnenblende herunterklappte und so die Fahrer behinderte. Dieses Experiment hat in Zeiten des “Am-Steuer-Telefonieren” an Aktualität gewonnen.

Die vielleicht verrückteste Idee aller diesjährigen Gewinner kommt ausgerechnet von einem Politiker. Der Bürgermeister der litauischen Hauptstadt Vilnius, Arturo Zuokas, hat nämlich die ideale Lösung für falschparkende Autos parat: einfach mit einem Panzerfahrzeug drüberfahren, und schon ist das Problem auf unblutige Weise aus der Welt geschafft.

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