Apples Chat-Dienst iMessage ermöglicht bereits seit iOS 5 den kostenfreien Versand von Nachrichten über Datendienste und ist in Apples mobilen Betriebssystem integriert

© Jakob Steinschaden

Digital Life
09/16/2014

Apple distanziert sich vom Datensammeln

Wie CEO Tim Cook in einem Interview versichert, versuche Apple kein Geld aus persönlichen Informationen zu schlagen und befürworte verschlüsselte Nachrichten.

Apple-Chef Tim Cook hat erneut versichert, dass sein Unternehmen Nutzer-Daten vor dem Zugriff von Geheimdiensten schütze. So seien die Kurznachrichten im Chatdienst iMessage verschlüsselt, und der Konzern habe dazu keinen Zugang. Auch wenn die Regierung sie lesen wollte, könne Apple sie nicht aushändigen, sagte Cook in einem am Montag ausgestrahlten TV-Interview.

"Wenn wir einen neuen Dienst entwerfen, versuchen wir, keine Daten zu sammeln", sagte Cook. Apple mache sein Geld mit dem Verkauf von Geräten. "Unser Geschäft beruht nicht darauf, Informationen über Sie zu haben. Sie sind nicht unser Produkt", sagte Cook an die Kunden gerichtet. Zugleich platzierte er einen Seitenhieb gegen Rivalen wie Google, ohne diese beim Namen zu nennen.

"Recht, besorgt zu sein"

Nutzer sollten sich fragen, wie ein Unternehmen Geld verdiene. "Und wenn sie das Geld vor allem machen, indem sie Brocken persönlicher Daten sammeln, denke ich, dass Sie ein Recht haben, besorgt zu sein." Cook bekräftigte, Gerüchte über Hintertüren für Geheimdienste seien unwahr.

Apple war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, als Nacktfotos von Prominenten im Internet veröffentlicht wurden. Der Konzern räumte ein, dass zumindest ein Teil der Bilder aus Apple-Profilen entwendet worden sei. Die Angreifer hätten aber lediglich den Passwort-Schutz einzelner Nutzer ausgehebelt, nicht die Apple-Systeme geknackt, teilte das Unternehmen mit.

Google wiederum teilte mit, dass die Anfragen von Behörden zur Aushändigung von Nutzerdaten in den vergangenen Jahren stark angestiegen seien.