Digital-Life 11.11.2012

Apple soll 17 Millionen für Bahnhofsuhr zahlen

Einem Bericht zufolge bezahlt der Konzern den Schweizer Bundesbahnen (SBB) 20 Millionen Schweizer Franken (17 Millionen Euro), um das Design der Bahnhofsuhr weiterhin in dem iPhone- und iPad-Betriebssystem iOS 6 verwenden zu dürfen.

Apple lässt sich das klassische Design einiges kosten, wie die Schweizer Zeitung Tagesanzeiger am Samstag berichtet. Demnach stamme die Information von mehreren nicht genannten Quellen. Die SBB wollte den Bericht nicht kommentieren, Apple hat auf eine Anfrage des Tagesanzeiger nicht reagiert. Die Tatsache, dass sich die beiden Konzerne geeinigt haben, ist bereits seit Mitte Oktober bekannt (die futurezone hat

). Darüber, wie viel Geld dabei fließen soll, wurde damals jedoch Stillschweigen vereinbart. 

Apple zeigt sich bei der kolportierten Summe überraschend großzügig, was darauf hindeutet, dass der Konzern unter allen Umständen ein Verkaufsverbot verhindern wollte.

Design
Eigentlich wäre das Schutzrecht für das 77-Jahre-alte Design nach Schweizer Recht bereits abgelaufen, die SBB ließ es jedoch erst 2002 beim Institut für geistiges Eigentum registrieren. Neben Apple hat noch der Schweizer Uhrenhersteller Mondain sowie das Unternehmen Mobatime, das auch die Uhren für Bahnhöfe und andere Verkehrsbetriebe herstellt, eine Lizenz für das Design der Uhr, die 1944 vom Schweizer Ingenieur Hans Hilfiker entworfen wurde.

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( futurezone ) Erstellt am 11.11.2012