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Whistleblower
12/21/2010

Apple verbannt Wikileaks-App aus Store

Das kostenpflichtige Programm, das Zugriff auf jeweils funktionierenden Server verspricht, war nur kurze Zeit verfügbar. Warum Apple die Applikation aus dem Store entfernt hat, bleibt unklar. Der ausschlaggebende Grund könnte jedoch sein, dass Apple besondere Auflagen für Apps mit Spendenaufruf hat.

Eine kürzlich im Store erschienene Wikileaks-App, die Zugriff zu einem jeweils funktionierenden Wikileaks-Server versprach, ist schon wieder Geschichte. Noch in der Nacht auf heute wurde die App von Apple aus dem Verkehr gezogen und ist nun nicht mehr zum Download verfügbar.

App Store Richtlinien als möglicher Grund

Über mögliche Gründe für diesen Schritt kann angesichts der undurchsichtigen App-Politik von Apple nur spekuliert werden. Eine offizielle Begründung blieb bisher aus. Während im Internet noch diskutiert wurde, ob der US-Konzern sich damit aus der Wikileaks-Kontroverse heraus halten will, könnten der App aber einfach auch die Apple-Richtlinien zum Verhängnis geworden sein.

Mit der von der russischen Entwicklerfirma Hint Solutions gelaunchten WikiLeaks-App für das iPhone und iPad sollte Usern Zugang zur Wikileaks-Plattform garantiert werden, auch wenn die offiziellen Server nicht mehr verfügbar sein sollten. Dazu wurde immer der letzte verfügbare Mirror angewählt. Auch aktuelle Wikileaks-Tweets wurden angezeigt. Die App war um 1,59 Euro erhältlich, die Hälfte des Gewinns wollte die Entwicklerfirma an "Organisationen, die Internet-Demokratie garantieren" spenden.


Wie das Blogging-Portal The Electronic Monk richtig anmerkt, verbietet Apple kostenpflichtige Spenden-Apps. Diese müssen nicht nur gratis angeboten werden. Die Möglichkeit zu spenden darf darüber hinaus nur per SMS oder über den mobilen Internetbrowser erfolgen. Die russischen Entwickler blieben diesbezüglich in ihrem Spendenaufruf einigermaßen nebulös.

Mehr zum Thema:

-WikiLeaks-App für iPad und iPhone verfügbar

(futurezone)

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