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iTunes

Apple wegen iPod-DRM auf 350 Millionen Dollar verklagt

Eine kalifornische Richterin hat eine Klage zugelassen, die Apple vorwirft, Musik von Konkurrenz-Plattformen von der Nutzung auf dem iPod ausgeschlossen zu haben. Im Rahmen der Sammelklage, an der zahlreiche Käufer von iPods zwischen 2006 und 2009 beteiligt sind, werden 350 Millionen US-Dollar an Schadenersatz gefordert.

Die Kläger werfen Apple vor, DRM-geschützte Musik von anderen Plattformen bewusst ausgesperrt zu haben. So war Musik von der Real Networks-Musikplattform (bekannt für den Real Player) nach einem Update plötzlich nicht mehr mit den iPods kompatibel. So waren die Käufer oftmals gezwungen, das DRM auf umständliche Art und Weise zu entfernen. Damit habe Apple die Nutzer schon fast zum Kauf auf iTunes gezwungen und so durch überteuerte Preise „mehrere zehn Millionen Dollar“ eingenommen.

Ab 17. November

Nach langem Hick-Hack gibt es nun am 17. November eine erste Verhandlung. Die Apple-Anwälte wiesen bei der Voranhörung darauf hin, dass Real 2006 weniger als drei Prozent Marktanteil hatte und es keinerlei Beweise dafür gebe, dass Apples „Preis-Komitee“ den Dienst in seine Entscheidungen einbezogen hätte. Die Richterin sah dennoch eine Grundlage für eine Verhandlung.

Die DRM-Politik Apples wurde bereits mehrmals vor Gericht verhandelt. So wurde eine frühere Klage zurückgewiesen, in der der Richter Software, die nicht mit Konkurrenz-Plattformen kompatibel ist, als legal einstufte. 2010 wurde ein neuer Anlauf gestartet, bei dem man sich auf die Real-Plattform konzentrierte. Aus dieser ist die aktuelle Klage entstanden, die nun bald vor Gericht verhandelt wird.

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