Digital Life
03.11.2016

Auch BAWAG P.S.K. setzt auf Handy-Bankomatkarte

Kontaktloses Zahlen boomt. Ab 2020 soll es nur mehr NFC-fähige Bezahlterminals geben. Neben Karten werden auch Smartphones eine wichtige Rolle spielen, ist die Bank überzeugt.

Während die mobilen Bezahllösungen Apple Pay und Samsung Pay in Österreich weiter auf sich warten lassen, können User dennoch bereits jetzt mit ihren Handys in Geschäften bezahlen. Neben Apps wie Blue Code, welche das Bezahlen per Strichcode-Scanner ermöglicht, haben die meisten Banken mittlerweile auch eine mobile Bankomatkarte im Sortiment. Ist diese auf dem Android-fähigen Smartphone aktiviert, kann bei allen NFC-fähigen Terminals kontaktlos bezahlt werden.

Positives Feedback

Bei der BAWAG P.S.K., welche die Lösung unter dem Namen „Kontokarte MOBIL“ seit März 2016 anbietet, ist man mit der Einführung zufrieden. „Das Feedback war bisher durchwegs positiv. Tendenziell verwenden zwar eher jüngere, technikaffine Kunden die mobile Karte, sie wird mittlerweile aber quer über alle Alters- und Kundengruppen genutzt“, erklärt Philipp Hruby, Head of Cards Business bei der BAWAG P.S.K. im Gespräch mit der futurezone.

Die mobile Kontokarte ist für Kunden mit den Konto-Optionen Large und XLarge im Preis inbegriffen, bei den günstigeren Kontomodellen fällt ein monatliches Entgelt von 0,99 Euro monatlich an. Um das mobile Bezahlen nutzen zu können, sind ein Android-Smartphone sowie eine NFC-fähige SIM-Karte notwendig. Diese können problemlos bei allen Mobilfunkern erworben werden. Darüber hinaus müssen Kunden die SmartPay App der Bank im Google Playstore herunterladen.

Ab 2020 nur mehr kontaktlos

Das Bezahlen mit dem Handy geht laut der BAWAG P.S.K. Hand in Hand mit einem generellen Trend zu kontaktlosem Bezahlen. „Die Durchdringung ist jetzt schon sehr gut, ab 2020 soll es sogar nur mehr NFC-fähige Terminals geben. Aktuell wird österreichweit bereits fast jede vierte Transaktion auf den bereits kompatiblen Terminals kontaktlos durchgeführt. In den kommenden Jahren werden die kontaktlosen Zahlungen mit Karte oder Smartphone die herkömmlich gesteckten überholen“, sagt Hruby.

Das Handy als ständiger Begleiter sei geradezu prädestiniert, um zum Zahlen verwendet zu werden. „Wer kennt die Situation denn nicht - man geht morgens außer Haus und realisiert im Normalfall sofort, dass man sein Smartphone zu Hause vergessen hat und dreht sogleich wieder um. Dass man jedoch die Geldbörse zu Hause vergessen hat, merkt man oft erst wenn es zu spät ist, etwa beim Bezahlen im Supermarkt. Mit unserer Kontokarte MOBIL käme der Kunde erst gar nicht in die Verlegenheit“, so Hruby.

SIM-Karte mit sicherem Element

Bei der Sicherheit setzt die von der PSA (Payment Service Austria) mit den österreichischen Banken entwickelte Lösung auf das Speichern der Daten in einem sicheren Element auf der SIM-Karte. Aus Sicht der BAWAG P.S.K. ist die mobile Bankomatkarte folglich genau so sicher wie jede andere physische österreichische Bankomatkarte. Wird das Handy oder die physische Bankomatkarte verloren, muss die jeweilige Kartenlösung gesperrt werden, die andere ist aber weiterhin nutzbar. Laut der Bank geht das sowohl über die eBanking-Plattform im Web als auch die eBanking-App sowie in Filialen und über die bekannten Sperr-Hotlines der Bank.

Im Laufe des kommenden Jahres will die Bank die eigene SmartPay-App mit weiteren Funktionen ausstatten, um das Service für Kunden noch attraktiver zu gestalten. Der Fokus beim mobilen Bezahlen liegt für die Bank dabei auf dem Handy. „Von anderen Geräten, wie sogenannten Wearables, also Armbänder, Ringe, Sticker etc. sind wir weniger überzeugt, da hier momentan nur ein sehr kleines Kundensegment angesprochen wird“, sagt Karten-Experte Hruby.

Disclaimer: Dieser Beitrag entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen BAWAG P.S.K. und futurezone. Die redaktionelle Hoheit obliegt der futurezone-Redaktion.