Digital Life 28.05.2018

Aufregung um Mao-Werbung für Blockchain in China

© Bild: AP / Andy Wong

Eine chinesische Blockchain-Konferenz organisierte einen Mao-Doppelgänger als Publicity Stunt. Die Aktion sorgte für Aufregung.

Ein Auftritt eines Schauspielers, der Mao Zedong auf einer Blockchain-Konferenz imitierte, sorgt derzeit für Aufregung in China. Auf Social-Media-Plattformen wie WeChat und Weibo kritisierten Nutzer den Auftritt als „beschämend“. Mao war bis zu seinem Tod 1976 Vorsitzender der Kommunistischen Partei Chinas und führte die Volksrepublik China 27 Jahre lang. Der Schauspieler war wie Mao gekleidet und sprach in dem für Maos Heimatprovinz Hunan üblichen Dialekt. „Ihr seid es alle wert, als große Söhne und Töchter der chinesischen Nation bezeichnet zu werden und ich danke euch im Namen von Mao Zedong“, sagte der Schauspieler auf der Bühne der Boao Asia Blockchain Konferenz.

Keine Werbung mit Mao erlaubt

Das chinesische Gesetz verbietet es eigentlich, Aufnahmen von früheren und aktuellen Staatsoberhäuptern Chinas zu Werbezwecken zu verwenden. Zudem dürfen Schauspieler diese auch nicht zu Werbezwecken imitieren, so die zuständige Behörde für Handel und Industrie. Es ist unklar, ob den Veranstaltern und dem Darsteller nun Strafen drohen. Die Veranstalter haben sich bereits öffentlich entschuldigt.

Kritiker befürchten zudem, dass der Stunt auch dem Ansehen der Blockchain-Technologie in China geschadet haben könnte. Chinesische Behörden gehen bereits seit einigen Monaten strikt gegen Kryptowährungen vor, der Handel von Kryptowährungen und Initial Coin Offerings (ICO) sind verboten. Zudem mussten zahlreiche Unternehmen, die Datenzentren für Krypto-Mining betrieben haben, ihren Dienst einstellen.
 

( futurezone ) Erstellt am 28.05.2018