Digital Life
16.02.2014

Australische Polizei erzeugt Tatort-Modelle mit 3D-Scanner

Die Polizei in Queensland scannt künftig ihre Tatorte und erstellt daraus 3D-Modelle. So soll der unberührte Tatort auch später virtuell begehbar sein.

Die Polizei im australischen Bundesstaat Queensland setzt seit kurzer Zeit einen 3D-Scanner ein, mit dem 3D-Modelle von Tatorten erstellt werden sollen. Der recht ungewöhnlich aussehende 3D-Scanner namens Zebedee wurde von der australischen Forschungsbehörde CSIRO (Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation) entwickelt. Der Zebedee kann die Umgebung in einem Radius von bis zu 30 Metern scannen und setzt dabei auf die LiDAR-Technologie. Ein herkömmlicher Tatort sei damit in rund 20 Minuten fertig gescannt.

Diese arbeitet ähnlich wie die Radar-Technologie, allerdings mit Laserstrahlen statt Funkwellen. Der Sensor befindet sich auf einer Sprungfeder, die bei Bewegung vor und zurück wippt. „Die Vorzüge dieser Technologie werden dabei helfen, mögliche Veränderungen am Tatort zu verringern, Zeit zu sparen und unberührten Zugang zu schwer zugänglichen Bereichen zu erlangen, beispielsweise bei steilen Abhängen“, so Ian Stewart, der Leiter der Polizei von Queensland. Der Scanner soll aber auch bei Autounfällen Anwendung finden.