Digital Life
10.02.2015

Autohersteller auf Cyberangriffe nicht vorbereitet

Ein Bericht des US-Senats stellt erschreckende Defizite bei der Sicherheit und beim Datenschutz von vernetzten Autos fest.

Der demokratische Senator Edward Markey aus dem US-Bundesstaat Massachusetts fragte bei 20 Autoherstellern nach, wie sie es mit der Sicherheit bei vernetzten Autos halten. Die Ergebnisse sind ernüchternd, berichtet die „New York Times“.

16 der 20 befragten Hersteller antworteten auf die Fragen des US-Senators, lediglich zwei haben laut dem Bericht Systeme im Einsatz, mit denen Angriffe festgestellt und abgewehrt werden können. Obwohl fast alle Autohersteller vernetzte Autos anbieten, gebe es keine Standards zur Absicherung der Fahrzeuge und zum Datenschutz, wird in dem Bericht kritisiert.

Auch Datenschutz im Argen

Die Hersteller würden zwar zahlreiche Daten zum Fahrverhalten sammeln, auf die Sicherheit der Daten werde jedoch kaum geachtet, oft würden die Daten in Rechenzentren von Drittanbieter abgelegt, die nicht immer über die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen verfügen würden, heißt es weiter. Daten würden darüber hinaus auch an Dritte weitergegeben. Autofahrer würden auch nur ungenügend informiert, welche Daten gesammelt und gespeichert werden.

Der Bericht stützt sich auf Angaben von 16 Autoherstellern, darunter BMW, Fiat Chrysler, Ford, General Motors, Jaguar Land Rover, Mercedes Benz, Toyota, VW und Volvo. Aston Martin, Lamborghini und der Elektrauto-Hersteller Tesla haben auf die Fragen nicht geantwortet.

Maßnahmen gefordert

Die erschreckend inkonsistenten und lückenhaften Sicherheits- und Datenschutzvorkehrungen der Autohersteller würden nach Maßnahmen der Behörden zur Schaffung einheitlicher Standards für vernetzte Autos zum Schutz der Konsumenten verlangen, heißt es in dem Bericht abschließend.