Digital Life
10.05.2017

Automatisches Investieren stößt auf Vorbehalte

Die Österreicher stehen zwar digitalen Finanzdienstleistungen aufgeschlossen gegenüber. Wenn Computer die Kontrolle übernehmen, sind sie jedoch skeptisch.

Mit der Idee, dass ein Minus am Girokonto mit einer automatischen Geldüberweisung von ihrem Sparkonto ausgeglichen wird, können sich die Österreicher durchaus anfreunden. Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag der ING-DiBa Austria würden 29 Prozent davon Gebrauch machen. Auch computergesteuerten Investitionsprogrammen stehen 43 Prozent positiv gegenüber. Jeder Dritte würde Anlageempfehlungen eines Banking-Tools begrüßen.

Skepsis bei Robo-Advisern

Weit weniger, nämlich nur ein Prozent, würden einen sogenannten Robo-Advisor, der auf Basis vorab definierter Parameter die Anlagestrategie festlegt und praktisch eigenständig investiert, in Anspruch nehmen. Mehr als der Hälfte der Österreicher (52 Prozent) ist ein solches Angebot suspekt. Wenn die letztendliche Investitionsentscheidung bei ihnen verbleibt, würden immerhin 13 Prozent der Österreicher ein solches Tool nutzen.

„Menschen nicht überfordern“

„Es geht darum, das richtige Tempo zu finden und die Menschen nicht zu überfordern“, sagt Luc Truyens, CEO der ING-DiBa Austria. Empfehlungen würden gerne angenommen, die Kontrolle über ihre Finanzen würden die meisten Menschen aber nicht abgeben wollen. Notwendig seien „einfache Tools, die zum sinnvollen Bestandteil des Lebens werden“.

Wenig Freude mit smarten Kühlschränken

Digitalen Dienstleistungen im Alltag stehen viele Österreicher hingegen weit misstrauischer gegenüber. Nur 17 Prozent fühlen sich bei dem Gedanken wohl, dass Lebensmittel vom smarten Kühlschrank automatisch nachbestellt werden. Im Vergleich dazu waren es laut der von ING International Survey in 13 europäischen Ländern durchgeführten repräsentativen Erhebung in Deutschland 20, in Frankreich 23 und in Italien sogar 46 Prozent.

Disclaimer: Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation mit der ING-DiBa. Die redaktionelle Verantwortung obliegt alleine der futurezone-Redaktion.