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Digital Life
09/17/2015

AVG verkauft Browser- und Suchverlauf der User

Wer die kostenlose Software AVG AntiVirus Free nutzt willigt ein, dass Daten wie die Browser- und Suchhistorie an Drittanbieter verkauft werden können.

Der Antivirensoftware-Hersteller AVG hat seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) aktualisiert und damit für Aufregung auf Reddit gesorgt. Darin steht, dass sich AVG vorbehält folgende nicht-personenbezogene Daten der User des kostenlosen Programmes AVG AntiVirus Free an Drittanbieter zu verkaufen:

  • Mit Ihrem Gerät verbundene Werbe-ID
  • Browser- und Suchverlauf, einschließlich Messdaten
  • Internetdienstanbieter oder Mobilfunknetz, das Sie für die Verbindung zu unseren Produkten verwenden
  • Daten zu anderen Anwendungen, die Sie auf Ihrem Gerät haben, und wie sie genutzt werden

Die neuen Geschäftsbedingungen treten am 15. Oktober in Kraft. Eigentlich hat AVG den Verkauf der Daten auch schon in früheren Versionen der AGB (PDF) verankert, allerdings war es dort weniger deutlich geschrieben.

Opt-out

Gegenüber Wired äußerte sich AVG zu dem Datenverkauf. Es sei nötig, um die Software weiterhin kostenlos anbieten zu können. Auch soll es künftig in den AVG-Programmen eine Möglichkeit geben, um das Sammeln der Daten zu deaktivieren.

Zudem werden laut den AGB Teile der Daten vor der Weitergabe entfernt, etwa wenn aus dem Browser- oder Suchverlauf auf die Identität des Users geschlossen werden kann.

Personenbezogene Daten werden laut den AGB an Unternehmen weitergegeben, die mit AVG verbunden sind (Affiliates). Die E-Mail-Adresse wird etwa an „Vertriebspartner, Händler und andere Geschäftspartner“ weitergegeben, damit diese den Kunden über „Produkte, Dienstleistungen oder Angebote“ informieren, die laut AVG für den Kunden oder dessen Unternehmen interessant sind.

Laut dem Marktanalyse-Unternehmen Opswat ist AVG der drittbeliebteste Anbieter von kostenloser Antiviren-Software, hinter Avast und Microsoft.