Digital Life
09.05.2015

Banker bekommen Exoskelett, um Geldstapel zu stemmen

Das Heben großer und schwerer Geldmengen soll durch ein modernes Exoskelett vereinfacht werden. Derzeit läuft ein entsprechendes Pilotprojekt in Japan.

Der japanische Konzern Sumitomo Mitsui Banking Corporation hat am Freitag angekündigt, ausgewählten Angestellten ein Hybrid Assistive Limb (HAL) Exoskelett des Unternehmens Cyberdyne zur Verfügung zu stellen. Dadurch sollen sie beim Heben großer Geldmengen entlastet werden.

„Es gib viele Fälle, bei denen ältere Mitarbeiter die körperliche Last auf sich nehmen müssen, schwere Pakete mit Geldscheinen und Münzen zu tragen“, so ein Sprecher des Konzerns gegenüber dem Wall Street Journal. „Durch das Produkt von Cyberdyne können wir helfen, diese Belastung zu reduzieren“, so der Sprecher weiter.

Zehn Kilogramm werden zu sechs Kilogramm

16 Prozent der Angestellten der Bank sind älter als 65 Jahre. Das HAL unterstützt den Träger so, dass das Gewicht eines Gegenstandes beim Heben zu 40 Prozent von der Maschine getragen wird. Ein Gegenstand mit zehn Kilogramm fühlt sich demnach wie einer mit lediglich sechs Kilogramm an.

Derzeit läuft das Programm laut der Bank an vier Standorten. Sollte das Pilotprojekt erfolgreich sein, will Sumitomo das Programm auf mehrere Abteilungen in ganz Japan ausweiten.

Das HAL-Exoskelett wird derzeit vorwiegend in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern verwendet.