Digital Life
02.11.2016

Bauern verlangen mehr Breitbandanschlüsse

Bauernhöfe in Deutschland sind oftmals digitaler als Fabriken, sagen die Technikanbieter. Den Bauern fehlt aber noch was: Die Internetanbindung.

Trotz großer Chancen sind aus Sicht der Bauern wichtige Voraussetzungen für die weitere Digitalisierung der Landwirtschaft nicht erfüllt. „Breitband in der Fläche ist das A und O“, sagte Bernhard Krüsken, der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbands, am Mittwoch in Berlin. Nach Erhebungen des Verbands hat nur jeder zwanzigste Betrieb einen Internetzugang mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde. Die große Mehrheit liegt deutlich darunter.

Bauernhof 4.0

Nach einer repräsentativen Umfrage für den Branchenverband Bitkom sehen aber zwei Drittel der Bauern Chancen in der Digitalisierung, 13 Prozent betonen die Risiken. Hoffnung machen sich die Bauern demnach auf weniger körperliche Arbeit, mehr Effizienz, Zeitersparnis und eine geringere Umweltbelastung. Vor allem die Datensicherheit wird aber in Frage gestellt.

Gut jeder zweite Betrieb nutze digitale Anwendungen und verknüpfe sie miteinander, sagte Bernhard Rohleder, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom). Beispiele seien hoch technisierte Landmaschinen, Fütterungsautomaten, Roboter und Drohnen. Rohleder betonte: „ Deutschlands Bauernhöfe sind digitaler als Deutschlands Fabriken.“

Lockere Regeln für Drohnen gefordert

Aus Sicht des Bauernverbands müssen Behörden aber Geodaten wie Luftbilder und Feldkarten sowie Wetterprognosen besser zugänglich machen. Strenge Genehmigungspflichten für Drohnen auf dem Land lehnen die Bauern ab.