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Vertriebsexperiment
05/08/2012

Bestätigt: Microsoft verkauft Xbox 360 im Abo

Wie von US-Medien vor einigen Tagen kolportiert, startet Microsoft mit einem Abo-System für die Xbox 360. Wie der Konzern heute bestätigte, soll die Konsole in ihrer 4GB/Kinect-Variante in ausgewählten Microsoft-Stores in den USA um 99 US-Dollar angeboten werden. Der Haken: Beim Kauf verpflichten sich Käufer zu einem zweijährigen Xbox-Live-Gold-Abo um 15 Dollar monatlich.

Mit der

will Microsoft neue Vertriebsmodelle ausloten und die preisliche Einstiegshürde für einen Xbox-Kauf weiter senken. Nach Vorbild der Mobilfunk-Industrie wird die Konsole zu einem äußerst günstigen Preis – eben 99 Dollar – angeboten. Zwei Jahre lang kann das Abo nur zu hohen Strafzahlungen gekündigt werden, was den Preis für die Konsole auf insgesamt 459 Dollar für die vertragsmäßig vorgesehenen 24 Monate treibt.

Abomodell verteuert Konsole
Dass Käufer – ähnlich wie bei der Stützung von Smartphones – bei solchen Aktionen zumeist draufzahlen, zeigt der Blick auf die regulären Verkaufspreise. So ist die 4GB-Kinect-Variante der Xbox 360 mittlerweile in den USA um 299 Dollar verfügbar, einzelne Angebote – wie etwa die Handelskette Walmart – starten bereits ab 229 Dollar. Selbst mit zwei Jahres-Abos von Xbox Live Gold um gesamt 100 Dollar landet man in beiden Fällen unter dem scheinbar billigen Angebot.

Die Aktion ist derzeit auf die USA – und dort auf die Microsoft-Stores – beschränkt. Für Unverständnis sorgt auch die Entscheidung, nur die 4GB-Variante anzubieten, da das Herunterladen von Spielen und anderem Content über Xbox Live eigentlich zusätzlichen Speicherplatz benötigt.

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