Digital Life
03.02.2015

Betreiber von Rachepornoseite drohen bis zu 20 Jahre Haft

Der Betreiber einer Rachepornoseite wurde von einem Gericht in Kalifornien unter anderem wegen Erpressung schuldig gesprochen. Ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe.

Kevin Bollaert, der Mann, der die Rachepornoseite "ugotposted.com" betrieben hat, wurde wegen Identitätsdiebstahls und Erpressung schuldig gesprochen. Ein Gericht in San Diego hat entschieden, dass ihm nun bis zu zwanzig Jahre im Gefängnis drohen. Laut Wall Street Journal ist dies der erste Fall, in dem ein Betreiber einer Rachepornoseite verurteilt wird.

Zwischen 2012 und 2013 betrieb Bollaert die besagte Website und ermöglichte das anonyme Hochladen von mehr als 10.000 Fotos, ohne dass die Personen, die in den Fotos abgelichtet wurden, davon wussten. Unter den Bildern wurden oft persönliche Details wie Wohnadresse, Name oder Facebook-Profile gepostet. Daneben betrieb Bollaert eine Website, auf der er das Löschen der Fotos von "ugotposted.com" für rund 350 US-Dollar angeboten hat.

Die Anklage behauptet, dass Bollaert auf diese Weise mehrere zehntausend Dollar eingenommen hat. Die Verteidigung weist darauf hin, dass Bollaert nur eine Website betrieben hat und dadurch kein Gesetz gebrochen habe. Die Geschworenen sehen Bollaert jedenfalls als schuldig an. Ein Urteil wird für Anfang April erwartet.