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Kampagne
12/06/2011

Bierkühler gegen Online-Peinlichkeiten

Im Rahmen einer Werbekampagne für eine argentinische Biermarke wurde ein Bierkühler mit integriertem Blitzsensor entwickelt, der Kamera-Aufnahmen anderer Personen absichtlich überbelichten soll - frei nach dem Motto: "Was im Club passiert, bleibt im Club."

Wir schreiben das Jahr 2011. Technologische Fortschritte und Social Networks können eine Ausgeh-Nacht zur Hölle machen. Diese Aussage der argentinischen Bierbrauerei Cerveza Norte hat tatsächlich manchmal seine Gültigkeit. Ein Foto von einem Bekannten beim Fremdgehen gemacht, online gestellt und schon sitzt er gehörig in der Patsche. Aus diesem Grund bringt Norte zu Werbezwecken ein neues Gadget heraus, dass einen vor Online-Peinlichkeiten retten soll. Ein Bierkühler soll Blitzlichter von Kameras und Smartphones erkennen und Aufnahmen durch einen Gegenblitz überbelichten. Abgelichtete Menschen sollen dadurch unerkennbar bleiben. Das Motto dazu: "Was im Club passiert, bleibt im Club."

Hinter dieser technischen Werbekampagne für Norte steht die Agentur Del Campo Nazca Saatchi & Saatchi. Dessen Kreativdirektor Maxi Itzkoff bestätigt gegenüber der Webseite Fastcompany die tatsächliche Wirksamkeit des blitzenden Bierkühlers. "Wir haben mehrere Bierkühler in Bars im Norden von Argentinien platziert. Die Leute machten viele Fotos, die bis zur Unkenntlichkeit verschwommen waren und haben sie dennoch auf Social-Media-Seiten hochgeladen." Die Kampagne scheint immerhin Anklang zu finden.

Wirksamkeit fraglich
Ob das - "Photoblocker" genannte - Gerät tatsächlich wirksamen Schutz vor Aufnahmen bietet, darf bezweifelt werden. Vor allem in Clubs, wo es durch Stroboskope und Lichteffekte ständig zu einer Aktivierung eines Blitzsensors kommen müsste. Daneben kann ja ohne Blitz fotografiert werden. Schlussendlich muss man bei Smartphones auch mit Videoaufnahmen rechnen. Ein Gegenblitz hilft da wenig.

Erfahrung mit Technik-Spielereien
Für die verantwortliche Agentur ist die Norte-Kampagne eine weitere, bei der ein technisches Hilfsmittel für Barbesucher kreiert wurde. Für die Biermarke Andes wurde unter anderem der "Teletransporter" entworfen, eine schalldichte Kabine, die in Bars und Clubs aufgestellt wurde. Darin konnten Männer ihre Freundinnen anrufen und mit einer Vielzahl an Soundkulissen vermeintlich glaubwürdige Ausrede-Szenarien entwerfen, um länger mit den Kumpels abhängen zu können.

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