Digital Life
15.03.2014

Heinisch-Hosek befürchtet "kriminellen Akt"

Es soll keine weiteren Testungen geben, "bis nicht geklärt ist, wer dahintersteckt", so die Bildungsministerin.

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) spricht angesichts der Datenlücke beim Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) vom Verdacht eines "kriminellen Aktes". Deshalb werde sie "nicht den Fehler machen, weitere Testungen zuzulassen, bis hier nicht geklärt ist, wer dahintersteckt", erklärte sie - laut Vorabmeldung - gegenüber der Tageszeitung "Österreich am Sonntag".

"Nach all dem, was wir bis jetzt wissen, sieht es so aus, als ob es sich um einen kriminellen Akt handelt. Nicht um einen Hack oder ein Leck. Sondern dass offenbar jemand, eine Person, quasi mit einem Schlüssel ausgestattet, die Türe zu den Daten geöffnet hat", sagte Heinisch-Hosek laut der Aussendung.

PISA abgesagt

Weil bei einer Partnerfirma von Bifie - das die Erhebungen durchführt - ungeschützte Ergebnisse informeller Schülertests aus 2011 und 2012 aufgetaucht sind, hat Heinisch-Hosek für heuer die Teilnahme an PISA und TIMSS abgesagt. Dies wurde von vielen Seiten kritisiert, das Land Oberösterreich hat seine Absicht kundgetan, den PISA-Test im Alleingang durchzuführen.