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kooperation
10/14/2010

Bing indexiert Facebook-Daten

Microsoft hat sich mit Facebook einen entscheidenden Vorteil gegenüber Google ausgehandelt: Die Möglichkeit Daten von über 500 Mio. Facebook-Nutzern auszuwerten.

von Thomas Prenner

Microsoft hat eine Partnerschaft mit Facebook geschlossen, die der MS-eigenen Suche //Bing// ermöglicht //Like//- sowie Profildaten zu indexieren und in die Suche einzubinden. Die Partnerschaft wurde in der vergangenen Nacht bei einer Pressekonferenz von Bing-Geschäftsführer Qi Lu, Microsofts Yusuf Mehdi sowie Facebook Gründer Mark Zuckerberg bekannt gegeben.

Ergebnisse je nach "Likes"
Im Rahmen dieser Pressekonferenz wurde auch demonstriert welche Vorteile diese Kooperation in der Praxis bringen. Durch die neue Technik soll es ermöglicht werden, dass ein User, der zum Beispiel nach "Steakhouse in San Francisco" sucht, die Suchergebnisse je nach Facebook-//Likes// seiner Freunde gereiht bekommt.

Diese Technik wird auch auf die Video-Suche umgelegt: Je mehr Freunde ein bestimmtes Video bei Facebook mögen, desto höher taucht es in den Bing-Ergebnislisten auf. Dieses Prinzip lässt sich nahezu auf jede Suchanfrage in irgendeiner Form umlegen.

Vorteil gegenüber Google
Mit diesem Deal ist Microsoft ein wichtiger Vorteil gegenüber dem Suchgiganten Google ins Netz gegangen, jener indexiert keine Daten der 500 Millionen Facebook Nutzer.

Sollte dieses System auf durchdachte Weise in die Realität umgesetzt werden, könnte es Bing tatsächlich enorme Verbesserungen in der Generierung von Suchergebnissen liefern. Spannend bleibt jedenfalls, inwieweit Google nachziehen wird. Jenes könnte sich für den Platzhirschen als schwierig gestalten, denn es ist davon auszugehen, dass die neuen Möglichkeiten exklusiv Microsoft zugesprochen wurden.

Der Nutzen für Facebook
Während der Vorteil für Micrsofts Bing klar auf der Hand liegt, ist weniger eindeutig welchen Nutzen Facebook aus der Abmachung zieht. Zuckerberg sprach in diesem Hinblick darüber Bing zu unterstützen, weil sie "alles auf eine Karte setzen und Innovationen liefern."

Aus reiner Freundlichkeit wurde der Deal jedoch auch nicht abgeschlossen, Facebook lässt sich für das Privileg natürlich auch finanziell entlohnen. Wie viel sich Microsoft den Deal kosten ließ, ist nicht bekannt.

(Thomas Prenner)

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