Digital Life
26.06.2014

Biss-Spuren von Suárez sollen Photoshop-Fake sein

Laut dem Fußballverband von Urugay wurden die Zahnabdrücke in Chiellinis Schulter mit Photoshop manipuliert um schlimmer auszusehen.

Geht es nach Urugays Fußballverband AUF ist Luis Suárez ein Opfer von Photoshop. Damit sind aber nicht die zahlreichen Spottbilder gemeint, die nach seiner Biss-Attacke gegen den italienischen Nationalspieler Giorgio Chiellini im Internet die Runde machten. Die Biss-Spuren in Chiellinis Schulter sollen laut dem AUF mit Photoshop nachbearbeitet worden sein, um schlimmer auszusehen, als sie eigentlich sind.

Wie der Guardian berichtet, hat dies Alejandro Balbi, der Anwalt von Suárez, in einem Radio-Interview gesagt. „Wir sind überzeugt, dass es eine ganze normale Spielsituation war. Wenn Chiellini einen Kratzer auf seiner Schulter zeigt, kann Suárez eine Prellung und ein fast zugeschwollenes Auge zeigen“, so Balbi weiter.

Im Radio-Interview wettert Balbi gegen den italienischen Nationalspieler, der beim Match sein Trikot heruntergezogen hat, um den Schiedsrichter die Spuren der Biss-Attacke zu zeigen: „Wenn jeder Spieler beginnt seine Verletzungen herzuzeigen und Untersuchungen einleiten will, wird es in der Zukunft viel zu kompliziert.“ Um die Verschwörungstheorie abzurunden, bestätigt Balbi dem uruguayischen Radiosender noch, dass es „sehr viel Druck von Italien und England“ gibt, was zu der vier-monatigen Sperre von Suárez geführt hat. Die uruguayischen Medien teilen diese Ansicht und werfen der britischen Presse vor eine Menschenjagd auf Suárez zu veranstalten.

Videobeweis zeigt gar nichts

Wilmar Valdez, Präsident des AUF, sagte gegenüber uruguayischen Medien, dass der Videobeweis von Suárez Biss-Attacke nicht überzeugend sei. „Wir haben einen Videoschnitt des Spiels vorbereitet, in dem zu sehen ist, dass es ähnliches Verhalten wie das von Suárez gab, das aber keine so starke Reaktion der Presse auslöste“, so Valdez.

Für Diego Lugano, Kapitän des Nationalteams von Urugay, zeigen die Fernsehbilder des Zwischenfalls „überhaupt nichts“ und seien „nicht wichtig“. Zudem wisse laut ihm jeder, dass die britischen Medien ein Problem mit Suárez haben.

Nach eigener Aussage bereitet Balbi einen Fall vor, der beweisen soll, dass Suárez unfair behandelt wurde. Er werde „alle möglichen Argumente“ nutzen, um die von der FIFA verhängte vier-monatige Spielsperre anzufechten.