Digital Life
24.03.2014

Bitcoin-Börse Vircurex droht Zahlungsunfähigkeit

Nach Mt. Gox droht einer weiteren Bitcoin-Börse das Aus. Vircurex, mit Sitz in Peking, leitet nach mehreren Hacks ein riskantes Insolvenz-Verfahren ein.

Nachdem bereits die größte Bitcoin-Börse Mt. Gox ihre Pforten schließen musste, droht nun mit Vircurex einer weiteren Plattform das Aus. Das Unternehmen mit Sitz in Peking hat die Konten seiner Kunden eingefroren und ein selbst geschaffenes Insolvenz-Verfahren zur Rückzahlung der Kunden eingeleitet. Vircurex wurde offenbar allein 2013 zwei Mal gehackt und musste dadurch bereits des öfteren auf seine Offline-Reserven zur Rückzahlung der gestohlenen Bitcoins zurückgreifen.

Riskantes Insolvenz-Verfahren

Diese sollen nun auch für das Insolvenz-Verfahren herhalten, mit dem das Unternehmen saniert werden soll. Demnach werden nun zunächst mit den Offline-Reserven die Konten der Kunden aufgefüllt. Dabei werden 50 Prozent der Reserven an die größten Konten (von oben nach unten) sowie 50 Prozent an die kleinsten Konten (von unten nach oben) verteilt. Sobald ein Konto aufgefüllt wurde, wird es wieder für den Handel freigeschaltet. Vircurex setzt darauf, dass sich neue Nutzer anmelden und über die Plattform handeln, sodass man mit den Gewinnen die verbleibenden Konten wieder auffüllen kann.

Im Vergleich zu Mt. Gox, das zu seinen besten Tagen mehr als 100.000 Bitcoins am Tag umsetzte, ist Vircurex ein eher mäßig erfolgreicher Bitcoin-Tauschplatz. In den letzten 30 Tagen wurden lediglich 56 Bitcoins im Gesamtwert von 31.800 US-Dollar umgesetzt.