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Schlechte Serie
11/10/2011

BlackBerry-Services erneut mit Ausfällen

Kein Ende der schlechten Neuigkeiten für Research In Motion (RIM). Nachdem der Mail-Service des BlackBerry-Herstellers bereits im Oktober mehrere Tage offline gewesen war, häuften sich im Laufe des Mittwoch wieder die Beschwerden. Einige User in Europa, dem Nahen Osten, Indien und Afrika sollen von den erneuten Problemen betroffen gewesen sein.

RIM bestätigte über den offiziellen Twitter-Account zunächst die Probleme und versprach, der Sache nachzugehen. Ein paar Stunden später kam dann über den Account die vorläufige Entwarnung. Alle BlackBerry-Services würden aktuell wieder normal laufen. An der Börse kamen die neuen Nachrichten allerdings nicht gut an. Im Nasdaq fiel die Aktie an einem generell schwachen Tag um vier Prozent und schloss bei 18,05 US-Dollar – dem schlechtesten Kurs seit 2004. Damit hat das Papier in diesem Jahr zwei Drittel seines Werts eingebüßt.

Google stoppt Gmail-App für BlackBerry
Neben den Verzögerungen bei den Services wurde auch bekannt, dass Google seine native BlackBerry-App für Gmail ab dem 22. November einstellen wird. Man konzentriere sich stattdessen darauf, die Gmail-Benutzung über den mobilen Browser zu verbessern, so Google in einem Blogeintrag. RIM versuchte die Ankündigung herunterzuspielen und betonte, dass die meisten User ihren Gmail-Account ohnehin über den integrierten E-Mail-Client abrufen würden. Erst kürzlich hatte Google allerdings eine eigene native Gmail-App für die iOS-Plattform

, die aufgrund von Programmierfehlern allerdings wieder offline genommen werden musste.

Am Mittwoch wurde Research In Motion zudem in einem Umweltranking von Greenpeace

. In der aktuellen Ausgabe des Ratgeber „Grüne Elektronik“ landete der BlackBerry-Hersteller abgeschlagen auf dem letzten Platz. Hauptkritikpunkte sind, dass RIM als einer der wenigen Hersteller immer noch auf gefährliche Chemikalien in seinen Produkten setze und sich generell kaum für eine nachhaltige und transparente Umweltstrategie interessiere, so Greenpeace.

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