Digital Life
01/16/2013

Boeing 787: Alarmstufe Rot nach Notlandung

Nach der jüngsten Pannenserie kommt es nun zu einem weiteren schwerwiegenden Vorfall mit einem "Dreamliner". Nach einer Notlandung in Japan zieht die Fluglinie ANA seine 17 Flugzeuge desselben Typs aus dem Verkehr. In den USA wurde bereits vergangenen Freitag eine Untersuchung eingeleitet.

Die

beim Prestigeflieger Dreamliner reißt nicht ab: Nach der "Fehlermeldung einer Batterie" habe eine Maschine des US-Flugzeugherstellers Boeing im Westen Japans notlanden müssen, sagte eine Sprecherin der Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA). Medienberichten zufolge hatte sich Rauch an Bord des Flugzeugs entwickelt, bei dem Vorfall am Mittwoch wurde keiner der 129 Passagiere und acht Crewmitglieder verletzt.

Der Dreamliner war auf dem Weg von Ube im Westen in die Hauptstadt Tokio. Derzeit werde noch geprüft, was genau geschehen sei, sagte die ANA-Sprecherin weiter. Die Maschine musste am Flughafen von Takamatsu auf der Insel Shikoku notlanden. Laut der Nachrichtenagentur Jiji Press entwickelte sich der Rauch im Cockpit. Im Fernsehen war zu sehen, dass Notrutschen für die Passagiere ausgefahren waren.

REUTERSAn All Nippon Airways (ANA) Boeing 787 Dreamliner is seen after making an emergency landing at Takamatsu airport in western Japan January 16, 2013, in this photo taken by Kyodo. The plane made the landing in Takamatsu after smoke appeared in the p

REUTERSPeople slide down inflatable chutes as they evacuate a Boeing 787 Dreamliner plane operated by All Nippon Airways (ANA) after the plane made an emergency landing at Takamatsu Airport January 16, 2013 in this still image taken from video. The Boeing

dapdIn this photo taken by a passenger and distributed by Japans Kyodo News, passengers leave an All Nippon Airways Boeing 787 after it made an emergency landing at Takamatsu airport in Takamatsu, Kagawa Prefecture, western Japan, Wednesday, Jan. 16, 2013

dapdIn this photo taken by a passenger and distributed by Japans Kyodo News, passengers leave an All Nippon Airways Boeing 787 after it made an emergency landing at Takamatsu airport in Takamatsu, Kagawa Prefecture, western Japan, Wednesday, Jan. 16, 2013

REUTERSAn aerial view shows All Nippon Airways (ANA) Boeing 787 Dreamliner plane, which made an emergency landing at Takamatsu airport in Takamatsu, western Japan, in this photo taken by Kyodo January 16, 2013. The Boeing 787 operated by All Nippon Airway

REUTERSMechanics of All Nippon Airways (ANA) work beside the companys Boeing Cos 787 Dreamliner plane at Haneda airport in Tokyo January 16, 2013. All Nippon Airways Co Ltd said on Wednesday it will put its Boeing Co 787 Dreamliners back in operation once

REUTERSA mechanic of All Nippon Airways (ANA) works atop the companys Boeing Cos 787 Dreamliner

17 "Dreamliner" bleiben am Boden
Boeing bestätigte den Vorfall in Takamatsu. Das Unternehmen erklärte, es werde mit seinen Kunden und den zuständigen Flugaufsichtsbehörden zusammenarbeiten, um den Vorgang aufzuklären. Laut dem Fernsehsender NHK ordnete ANA an, dass bis auf weiteres alle 17 Dreamliner der Fluggesellschaft am Boden bleiben sollten.

In jüngster Zeit hatte es mehrere Technikpannen bei dem Prestigeobjekt des US-Flugzeugherstellers Boeing gegeben. Wegen der Vorfälle haben die US-Luftfahrtbehörde FAA und die japanische Zivilschutzbehörde Untersuchungen eingeleitet. Unter anderem waren Treibstofflecks an zwei Maschinen vom Typ Boeing 787 entdeckt worden.

Technische Probleme
Schon vor dieser Pannenserie hatte der Dreamliner mehrfach für technische Probleme gesorgt. Im Juli 2012 schickte ANA fünf ihrer neuen Boeing 787 Dreamliner wegen eines Korrosionsproblems an den Getrieben zur Reparatur. Im Februar meldete Boeing, bei rund 55 Dreamlinern könne es Probleme mit dem Rumpf geben.

All Nippon Airways und Japan Airlines gehören zu den wichtigsten Kunden von Boeing, ANA hat bislang insgesamt 66 Dreamliner bestellt.

Der Dreamliner ist das Prestigeobjekt von Boeing. Die Boeing 787 mit Platz für 330 Passagiere ist überwiegend aus Leichtmaterial gebaut und verbraucht nach Angaben des Herstellers 20 Prozent weniger Treibstoff als vergleichbare Maschinen.

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