Digital Life
13.05.2013

Boston stellt auf Google-Cloud-Dienste um

Boston, die Hauptstadt des US-Bundesstaats Massachusetts, steigt im Bereich der Bildung und Verwaltung von Microsoft Exchange auf Google Apps um. Das wurde offiziell auf der Verwaltungswebsite von Boston verkündet. Der Umstieg kostet dabei zwar rund 800.000 US-Dollar, dafür werden rund 280.000 US-Dollar pro Jahr an Microsoft-Lizenzen eingespart.

Statt Microsoft Exchange kommen künftig Google Apps zum Einsatz. Alle Abteilungen werden auf Gmail umgestellt, heißt es in einer offiziellen Ankündigung der Stadt Boston. Zu Kooperationszwecken kommen die Tools Google Hangout und Google Docs zum Einsatz. Um Dokumente zu verwalten und zu speichern, setze man auf Google Drive, heißt es dazu.

Gmail für den Bildungsbereich
Rund 75.000 Benutzer werden umgestellt. Darunter befinden sich rund 20.000 Angestellte der Stadtverwaltung sowie 57.000 E-Mail-Accounts von staatlichen Bildungseinrichtungen. Die PCs werden jedoch weiterhin unter dem Betriebssystem Windows laufen, heißt es. Auch die E-Mail-Adressen der Bostoner Stadtverwaltung werden sich nicht ändern.

Laut dem Boston Globe soll der Umstieg etwa 800.000 US-Dollar kosten. Dafür würde man sich die Kosten von rund 280.000 US-Dollar jährlichen Lizenzgebühren an Microsoft sparen.

Microsoft zeigte sich in einer ersten Reaktion von dem Umstieg nicht erfreut. Man wollte die Google-Cloud-Dienste als "unsicher" darstellen lassen. Googles Investitionen im Sicherheitsbereich seien inadäquat, den Produkten fehle der Schutz, berichtet heise.de.

Situation in Österreich
Auch in Östereich gibt es mit

, die bei ihren Studierenden aus Effizienzgründen einen Google-Dienst als E-Mail-Dienst einsetzt. Bei
ist die offizielle Nutzung von Gmail allerdings tabu.

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