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Elektromobilität

Briten testen Auflade-Fahrbahn für Elektroautos

Elektroautos sollen die Umwelt und gleichzeitig auch längerfristig die Geldbörsen der Fahrer schonen. Die geringe Reichweite der verbauten Akkus sowie die langen Ladezeiten stellen allerdings immer noch eine große Hürde dar. Die britische Regierung will nun ein nicht völlig neuartiges System testen, das Elektroautos während der Fahrt aufladen soll, wie Verkehrsminister Andrew Jones mitteilt.

Im Zuge der Tests werden die Autos mit einer speziellen kabellosen Technologie ausgestattet. Mit Hilfe von Kabeln, die sich unter der Fahrbahn befinden, wird ein elektromagnetisches Feld erzeugt, welches wiederum durch eine Spule in Elektrizität umgewandelt wird.

Ein ähnliches System wurde bereits im letzten Jahr in Süd-Ostengland getestet. Busse wurden durch im Boden fixierte Platten aufgeladen, mussten dafür jedoch ein paar Minuten anhalten. Schon seit 2013 werden in Südkorea Busse auf einer 12 Kilometer langen Strecke während der Fahrt aufgeladen. Ermöglicht wird dies durch eine Technik namens Shaped Magnetic Field in Resonance.

Das Pilotprojekt wird im Laufe des Jahres starten und soll etwa 18 Monate andauern. Die Tests werden vorerst auf nicht öffentlich zugänglichen Straßen stattfinden, bei Erfolg könnte man jedoch bald auf befahrene Autobahnen wechseln, wie die BBC berichtet.

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Michael Simmer

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