Digital Life
05.05.2015

Carsharing, Reparatur-Cafes & Co. zum Mit- und Nachmachen

Das Wiener Smart Citizens Lab stellt am Samstag in der Seestadt Aspern Projekte von "smarten" Bürgern vor. Vom Carsharing bis zu gemeinschaftlichen Wohnprojekten.

"Wir wollen zeigen, dass es sehr viele Leute in Wien gibt, die smarte Dinge machen", sagt Gernot Tscherteu. Der Mediendesigner hat die Veranstaltungsreihe Smart Citizens Lab ins Leben gerufen, die am Samstag mit einem großen Marktplatz in der Seestadt Aspern beginnt. Dort können Besucher Initiativen kennenlernen, sich mit Experten austauschen und "smarte" Angebote ausprobieren und auch nachmachen. Vorgestellt werden etwa Reparatur-Cafes, Gemeinschaftsgärten, Carsharing-Initiativen und gemeinschaftliche Wohnprojekte.

Im Gegensatz zu Angeboten aus der mit Anbietern wie dem Fahrtendienstvermittler Uber zuletzt in Verruf geratenen "Sharing-Economy" wird dabei nicht versucht, aus privaten Angeboten Geld zu schlagen. "Uns geht es darum, gemeinsam Grundbedürfnisse, wie Mobilität und Wohnen, zu organisieren und das auf eigene Rechnung und selbstorganisiert zu machen", sagt Tscherteu.

Ein Beispiel dafür ist die Initiative Elfride, bei der sich mehrere Leute gemeinsam ein Auto angeschafft haben und dann Fragen zu lösen hatten, wie man an den Schlüssel kommt, wie der Betrieb untereinander abgerechnet und wie die Versicherung organisiert werden kann. "Die Strukuren die man für soetwas braucht, müssen entwickelt werden. Man kann sich auch gut an Initiativen orientieren, die es schon gibt", meint Tscherteu.

Workshops

Im Juni sind drei Workshops rund um "Smart City"-Themen geplant. Wie Bürger Ressourcen teilen können, wird dabei ebenso vermittelt, wie Mobilitätskonzepte und Wissenswertes zu Wohnen und Energie. Ziel sei es, Wege aufzuzeigen, wie Bürger selbst aktiv werden können und sich in die Entwicklung der Stadt und ihres Lebensumfeldes einbringen können, heißt es auf der Website der Veranstaltungsreihe.

"Es geht nicht nur um Technologie, sondern um Partizipation und soziale Interaktion", sagt Tscherteu. Technologie sei nur ein Werkzeug, um das Engagement der Bürger zu unterstützen. Mit Smart Grids und Smart Metering alleine werde die Smart City nicht gelingen: "Wenn Städte wirklich smarter werden wollen, dann muss es um die Bürger gehen."