Digital Life
01.03.2013

China: Werden ständig von den USA gehackt

In einer Stellungnahme zu den jüngsten Cyberangriffs-Vorwürfen gegen China, reagiert das chinesische Verteidigungsministerium mit Anschuldigungen seinerseits. Von 144.000 monatlichen Angriffen auf zwei Militär-Webseiten gingen rund zwei Drittel von den USA aus.

Die Webseite des chinesischen Verteidigungsministeriums und die Webseite der Armee sehen sich ständigen Angriffen ausgesetzt. 62,9 Prozent aller Attacken hätten ihren Ursprung in den USA. In der Stellungnahme des Verteidigungsministeriums wird auch die Aufrüstung der USA für den Cyberkrieg scharf kritisiert: “Wir hoffen, die US-Seite kann das erklären und klarstellen.”

Der Bericht der US-Sicherheitsfirma Mandiant, in welchem China als Ursprungfür die jünste Cyberangriffswelle auf US-Unternehmen ausgemacht wird, wird von China als “weder professionell noch zutreffend” bezeichnet, berichtet ZDNet. Laut chinesischem Gesetz seien Cyberangriffe verboten und sowohl Regierung als auch Militär würden scharf dagegen vorgehen.

Chinesische IP-Adressen als Hinweis auf den Herkunftsort von Angriffen auf US-Unternehmen ließ das Verteidigungsministerium vor kurzem noch nicht gelten, berichtet Cnet: “Jeder weiß, dass der Einsatz von gekaperten IP-Adressen für Cyberangriffe fast täglich stattfindet.” Ironischerweise sind IP-Adressen als Beweis für die Herkunft von Attacken aus den USA in der jüngsten Stellungnahme plötzlich gut genug.

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