Digital Life 14.07.2016

Chinese wegen Cyberspionage in den USA zu Haft verurteilt

Ein 51-jähriger chinesischer Staatsbürger, der bei US-Rüstungsfirmen eindrang, muss drei Jahre und zehn Monate hinter Gitter. © Bild: /scyther5/iStockphoto

Der 51-Jährige hatte Dokumentenklau bei Rüstungsfirmen gestanden.

Wegen Cyberspionage bei US-Rüstungsfirmen ist ein Chinese zu drei Jahre und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Der 51-jährige Su Bin muss außerdem 10.000 Dollar (9.000 Euro) Strafe zahlen, wie ein Gericht in Los Angeles am Mittwoch entschied. Su hatte im März zugegeben, dass er sich gemeinsam mit zwei chinesischen Militärs geheime Dokumente verschafft und diese nach China übermittelt hatte.

Baupläne für Kampfjets

Gerichtsunterlagen zufolge gelang es den drei chinesischen Spionen, sensible Informationen von den Rüstungsfirmen zu erbeuten. Su, auch unter den Namen Stephen Su und Stephen Subin bekannt, hatte nach eigenen Angaben unter anderem versucht, via Internet beim US-Konzern Boeing Baupläne für Kampfjets und militärische Transportflieger zu stehlen.

„Held“

In China stießen die Aktivitäten des Spions auf große Zustimmung. In Staatsmedien wurde er als Held dargestellt. „Wir möchten unsere Dankbarkeit und unseren Respekt ausdrücken für die Verdienste um unser Land“, schrieb die Zeitung „Global Times“ im März.

Vorwürfe der Cyberspionage sorgen zwischen den USA und China immer wieder für Streit. Washington beschuldigt Peking, hinter Cyberangriffen auf die US-Industrie zu stehen.

( Agenturen ) Erstellt am 14.07.2016