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Verzweiflung
06/03/2011

Chinesischer Teenager verkauft Niere für iPad 2

Geldmangel und eine Onlineanzeige brachten den Jungen auf die Organspende-Idee. Die Mutter entdeckte die Operationsnarbe und das neue Gerät. Mittlerweile soll sich der Gesundheitszustand des Chinesen verschlechtert haben.

Apple-Nutzer sind mitunter für ihre fanatische Begeisterung für die Geräte des US-Herstellers bekannt. Dass sich riesige Menschenschlangen vor den Geschäften bilden, sobald ein neues iPhone oder iPad in den Verkauf startet, ist ebenfalls nicht neu. Manche User sind aber offenbar zu viel drastischeren Maßnahmen bereit, nur um ein begehrtes neues Apple-Produkt zu ergattern: Ein 17-jähriger Chinese hat laut diversen Medienberichten seine rechte Niere für 22.000 Yen (etwa 2345 Euro) verkauft, um Geld für ein iPad 2 aufzutreiben.

„Ich wollte ein iPad 2 kaufen, hatte aber das Geld dafür nicht“, soll der Junge namens Zheng zu einem chinesischen TV-Sender gesagt haben. Als er im Internet surfte, sei ihm eine Anzeige aufgefallen, in der ein Broker für den Verkauf von Organen warb. Für eine Niere wurden 20.000 Yen geboten. Nach Verhandlungen mit dem Broker reiste der Teenager schließlich in die Stadt Chenzhou, wo ihm in einem lokalen Krankenhaus die Niere entfernt und das Geld ausgezahlt wurde.

Mutter entdeckt neue Geräte
Die Eltern des Jungen wussten nicht über die Verzweiflungsaktion Bescheid. Zuhause fielen der Mutter dann das neue iPad 2 und ein iPhone auf, schließlich entdeckte sie auch die Narbe am Körper ihres Sohnes. „Als er zurück kam, hatte er einen Laptop und ein neues Apple-Handset“, so die Mutter des Jungen zu der chinesischen Fernsehstation. „Ich wollte wissen, woher er das viele Geld dafür hatte und schließlich gestand er, dass er eine seiner Nieren dafür verkauft hat.“

Daraufhin sei die Mutter mit dem Jungen zurück nach Chenzhou gefahren und meldete dort den gesamten Vorfall der Polizei, berichtet The Telegraph. Allerdings sei bei der Agentur, die den Nieren-Verkauf organisiert hatte, niemand mehr zu erreichen gewesen. Alle Ansprechpartner, mit denen Zheng in Kontakt gewesen war, hatten ihre Handys ausgeschaltet.

Das Krankenhaus hätte den Eingriff zudem gar nicht vornehmen dürfen, wie sich im Nachhinein herausstellte, und distanzierte sich von dem Vorfall. Die Abteilung, in der der Eingriff vorgenommen wurde, sei in privaten Händen. Der Gesundheitszustand des 17-Jährigen hat sich seit der Organspende verschlechtert, Berichten zufolge bereue er nun seine Entscheidung.

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