Digital Life
01.03.2015

Chipmaschinen-Hersteller ASML meldet Hackerangriff

Der niederländische Ausrüster für Halbleiterproduktion registrierte einen nicht autorisierten Zugang zum IT-System. Wertvollen Daten seien nicht abhandengekommen.

Der niederländische Hersteller von Ausrüstungen zur Halbleiterproduktion ASML ist nach eigenen Angaben Opfer eines Hackerangriffs geworden. Es sei „kürzlich ein nicht autorisierter Zugang zu einem begrenzten Teil des IT-Systems entdeckt“ worden, teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Die Firma in Veldhoven (nahe Eindhoven) gehört zu den weltweit größten Produzenten von Lithographiesystemen für die Herstellung von Mikrochips.

ASML habe umgehend Schritte zur Abwehr der Cyberattacke unternommen und eine Untersuchung eingeleitet. Bislang gehe man davon aus, dass nur eine geringe Datenmenge betroffen sei. „ASML hat keinen Hinweis darauf entdeckt, dass wertvolle Dateien von ASML oder seinen Kunden und Zulieferern gefährdet waren“, erklärte das Unternehmen.

Zur Identität der Hacker habe man keine gesicherten Erkenntnisse. Zuvor hatte der niederländische Technologiedienst Tweakers unter Berufung auf nicht näher bezeichnete „Quellen“ berichtet, der Angriff sei wahrscheinlich von einer Spezialeinheit der chinesischen Armee ausgegangen.