Digital Life
25.06.2013

Cyberattacke auf Südkoreas Regierung

Mehrere amtliche Webseiten Südkoreas wurden in der Nacht auf Dienstag angegriffen und lahmgelegt, darunter jene des Präsidialamtes in Seoul. Als Drahtzieher wurde zunächst Anonymous vermutet. Die Cyber-Aktivistengruppe dementiert jedoch per Twitter.

Nach einem neuerlichen Cyberangriff auf Südkorea am 63. Jahrestag des Beginns des Koreakrieges (1950 - 53) herrscht Verwirrung über die Urheber. In mehreren Botschaften, die am Dienstag auf den betroffenen Internetseiten erschienen, wurde die internationale Cyber-Aktivistengruppe Anonymous als Urheber genannt. Anonymous erklärte über ihr offizielles Konto beim Kurznachrichtendienst Twitter jedoch, nicht hinter dem Angriff zu stecken.

Die südkoreanische Regierung selbst sprach von „nicht identifizierten Hackern“. In der Vergangenheit hatten die Spuren bei ähnlichen Attacken stets auf Nordkorea gedeutet. Dafür sprach auch, dass auf den gehackten Seiten der Nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un gepriesen wurde.
Der Angriff vom Dienstag galt Internetseiten der Regierung und mehrerer Medien. Auch das Präsidialamt in Seoul war betroffen.

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