Digital Life
26.04.2017

Daten eines Fitbit-Armbandes könnten Mörder überführen

Ein 40-jähriger Mann behauptete, seine Frau sei von einem Einbrecher ermordet worden. Aufzeichnungen des Fitbit-Armbandes der Frau entsprechen dieser Geschichte aber nicht.

Ein Fitnesstracker könnte in den USA dazu führen, einen Ehemann des Mordes an seiner Frau zu überführen. Der Ehemann, ein 40-jähriger Informatiker, wurde im Dezember 2015 nach einem Notruf von der Polizei gefesselt in seinem Haus aufgefunden. Seine Frau lag tot im Haus. Sie hatte zwei Pistolenkugeln abbekommen, eine traf sie in den Hinterkopf. Der Mann erzählte der Polizei daraufhin, was sich angeblich zugetragen hatte. Daten, die das Fitbit-Armband der Ehefrau aufgezeichnet hatte, stimmen damit allerdings nicht überein, berichtet die BBC.

Stimme wie Vin Diesel

Laut dem Ehemann sei ein großer, dicker, maskierter Mann mit eine tiefen Stimme wie Schauspieler Vin Diesel in das Haus eingedrungen und hatte seine Frau erschossen. Die angegebene Tatzeit lag jedoch eine Stunde vor dem Ende der aufgezeichneten Pulssignale des Fitnesstrackers. Diesen hatte die Ehefrau wegen einer Trainingseinheit am selben Tag getragen. Die Ermittler gehen nun davon aus, dass der Ehemann gelogen hat. Er hatte eine Affäre mit einer anderen Frau, die ein Kind von ihm erwartete. Von seiner Ehefrau soll er bereits Monate zuvor die Scheidung verlangt haben.

Eine Mio. Dollar Kaution

Zwei Monate vor dem angeblichen Überfall zu Hause hatte sich der Ehemann eine Pistole besorgt, die noch dazu Tatwaffe bei der Ermordung der Ehefrau war. Der Ehemann behauptete, der Eindringling hätte die Waffe im Haus ergattert. Nach Bekanntwerden der Fitnesstracker-Daten wurde der Ehemann verhaftet. Er konnte jedoch eine Kaution von einer Million Dollar auslegen und befindet sich auf freiem Fuß. Am 28. April soll er im US-Bundesstaat Connecticut vor Gericht erscheinen.