Digital Life
30.06.2016

Datenleck bei Terrordatenbank

Eine umstrittene Datenbank über terrorverdächtige Personen von der Nachrichtenagentur Thomson Reuters ist im Netz aufgetaucht.

Ein Sicherheitsforscher der Softwarefirma MacKeeper ist offenbar im Besitz einer Kopie von World-Check , einer Terrorismus-Datenbank, die von der Nachrichtenagentur Thomson Reuters betrieben wird, berichtet TechCrunch. Auf Reddit stellt er zur Diskussion, ob er die Daten, die aus dem Jahr 2014 stammen, veröffentlichen soll.

2,2 Millionen Datensätze

WorldCheck verzeichnet terrorverdächtige Personen und ihre Finanzgeschäfte. Die Nachrichtenagentur bietet die Daten zum Verkauf an. Zu den Kunden zählen Behörden, Nachrichtendienste und Unternehmen. Die Datenbank umfasst rund 2,2 Millionen Datensätze. Sie geriet wiederholt in die Kritik, weil sich in ihr auch zahlreiche unschuldige Personen befinden sollen.

Thomson Reuters bestätigte mittlerweile das Datenleck, wollte jedoch keine Details nennen. Laut dem Sicherheitsforscher ist das Leck auf eine fehlerhafte Konfiguration der Datenbank-Software zurückzuführen.