Daniela Denk und Microsoft Österreich Geschäftsführer Georg Obermeier beim Unterrichten in der Neuen Mittelschule Wiesberggasse

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Aktionstag
02/14/2014

“Der Obama sieht eh was wir schreiben”

Mitarbeiter eines Softwarekonzerns gaben in 30 Wiener Schulen Tipps zum sicheren Umgang mit dem Internet. Vielen Schülern sind die Risiken des Netzes durchaus bewusst.

von Florian Christof

“Mit diesem Aktionstag möchten wir Kinder und Jugendliche nicht nur vor etwaigen Gefahren im Internet warnen, sondern ihnen auch einen positiven Zugang zur Technologie vermitteln”, sagte Georg Obermeier, Geschäftsführer von Microsoft Österreich zur futurezone, bevor er am Donnerstagvormittag gemeinsam mit Microsoft-Mitarbeiterin Daniela Denk im Rahmen eines Aktionsmonats zum Safer Internet Day eine zweistündige Unterrichtseinheit in der Neuen Mittelschule Wiesberggasse in Wien Ottakring hielt. Wie auch in 29 anderen Wiener Schulen wurden dabei Themen wie Privatsphäre im Internet, Schutz vor Schadsoftware und sichere Passwörter angesprochen.

Wir sind alle online

Auf die Frage “Was macht ihr denn so im Internet” ratterte es nur so los: Chatten, GTA spielen, Facebooken, Fifa und Call of Duty spielen, Twittern, Skypen und vor allem WhatsAppen. Alle anwesenden Kinder sind online und die meisten von ihnen nutzen dafür ihr eigenes Smartphone.

Die Schülerinnen und Schüler der ersten Klasse der NMS sind gerade mal zehn bis elf Jahre alt; daher auch der Hinweis, dass Facebook erst ab einem Alter von 13 Jahren genutzt werden darf. Das kostete den Kindern aber nur ein Lächeln. “Na wir geben halt ein anderes Geburtsdatum ein”, meinte ein Junge, “… und unseren richtigen Namen geben wir auch nicht an”, ergänzte ein Mädchen.

Viele der Kinder haben mehr als 200 Facebook-Freunde. Einige erzählen, dass sie mehrere Freunde gelöscht oder blockiert haben, da sie diese nicht persönlich kannten. Nach eigenen Angaben, wird von den meisten Kindern recht genau reflektiert, bevor etwas online gestellt wird. Fotos von jemand anderen hochzuladen finden sie alle “total unfair” und “Man soll halt das Markieren abstellen und die Fotos so einstellen, dass sie nur die Freunde einsehen können”, erklärte ein Mädchen.

Fremde werden blockiert

Ob jemand auch von Fremden Freundschaftsanfragen erhält, fragte Daniela Denk. Ein Mädchen meldete sich und meinte, sie bekomme oft solche Anfragen. Sie nehme diese allerdings nicht an und blockiere die jeweiligen Accounts sofort.

Ein anderes Mädchen berichtete, dass sie öfters von einem älteren Herrn angeschrieben wurde, der ihr auch regelmäßig unmissverständliche Komplimente gemacht habe. Erst als die Eltern des Mädchens dem Herrn mit einer Anzeige gedroht hatten, hörte er auf sie zu belästigen.

“Überlegt gut was ihr im Internet tut”

Nachdem praktisch alle Kinder auf die Frage “Wer hatte den schon aller einen Virus am Computer gehabt” aufgezeigt hatten, richtete Obermeier nochmals die zentrale Botschaft des Aktionstages an die Schülerinnen und Schüler “Überlegt gut was ihr im Internet macht und geht vorsichtig mit euren privaten Daten und Informationen um. Denn alles was einmal im Internet steht, wird nicht mehr vergessen.” Daraufhin meldete sich eine Schülerin zu Wort und meinte: “Aber der Obama sieht eh was wir schreiben.”