Die Filialauflösungen der Sparkassen ziehen alternative Geldversorgungsmethoden nach sich

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05/16/2016

Deutsche Sparkassen liefern Bargeld nach Hause

Da viele Filialen schließen und Bankomaten wegfallen, soll die Bargeldversorgung für Kunden anders gesichert werden, etwa durch Geldlieferungen nach Hause.

In vielen deutschen Orten werden Sparkassen-Filialen in den nächsten Monaten verschwinden: Allein in Bayern sollen bis zu 220 Filialen geschlossen werden. Die Versorgung der Kunden mit Bargeld wollen die Sparkassen aber trotzdem sicherstellen - notfalls per Lieferdienst.

Angebot noch wenig genutzt

Wenn die letzte Bank oder Sparkasse im Ort schließt, bangen viele Kunden vor allem um die Versorgung mit Bargeld. Sparkassen in Bayern wollen es ihnen notfalls nach Hause liefern: Wenn kein Geldautomat erreichbar sei, könne Geld zu den Kunden gebracht werden, sagte der bayerische Sparkassenpräsident Ulrich Netzer der Deutschen Presse-Agentur in München. "Dieses Angebot wird bislang aber nur von wenigen Kunden genutzt." Auch Bus-Tickets für die Fahrt zur nächsten Filiale oder mobile Geschäftsstellen hätten einige Sparkassen schon im Angebot.

Netzer hatte vor wenigen Wochen angekündigt, dass heuer bis zu 220 der rund 2.200 Filialen in Bayern geschlossen werden sollen, weil die Kunden immer mehr Bankgeschäfte im Internet erledigten. Ziel sei es aber, an möglichst vielen der betroffenen Standorte zumindest ein Selbstbedienungsgerät zu erhalten.