Digital Life
17.05.2015

Deutsche Verlage und Amazon streiten um Hörbücher

Wartezeit für Sicherheitschecks sind keine Arbeitszeit, urteilte der Supreme Court. © Bild: APA/EPA/Jakub Kaczmarczyk

Laut einem „Spiegel“-Bericht erwägen Verlage eine Beschwerde beim Kartellamt wegen dem digitalem Flatrate-Modell bei Hörbüchern.

Zwischen dem Online-Händler Amazon und den deutschen Verlagen bahnt sich ein neuer Konflikt an - dieses Mal wegen digitaler Hörbücher. Einige erwägen nach einem „Spiegel“-Bericht eine Beschwerde beim Kartellamt, weil Amazon ein digitales Flatrate-Modell bei Hörbüchern durchsetzen wolle. Wer dem Modell nicht zustimme, dem drohe die Auslistung. Von Amazon war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Dem Frankfurter Unternehmen Bookwire hat die Amazon-Tochter Audible laut „Spiegel“ keinen neuen Vertrag angeboten. Bookwire, das nach eigenen Angaben Hörbücher für zahlreiche Verlage vertreibt, wollte dazu am Freitag nicht Stellung nehmen.

Ein Sprecher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels (Frankfurt) bestätigte jedoch, dass man eine Beschwerde beim Kartellamt unterstützen würde. „Wenn Audible kleinen Hörbuchverlagen damit droht, ihre Titel auszulisten, ist das angesichts seiner Marktmacht aus meiner Sicht rechtlich sehr fragwürdig“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Alexander Skipis, dem „Spiegel“.

Amazon und der deutsche Buchhandel hatten bereits über über E-Book-Rabatte heftige Auseinandersetzungen geführt.