ARCHIV - Das Logo der Deutschen Bahn ist am 29. Januar 2009 am Hauptbahnhof in Frankfurt am Main zu sehen. Die Deutsche Bahn hat einen Datenschutz-Beirat gegruendet. Das Gremium soll dem Vorstand unabhaengig "Anregung und Unterstuetzung in datenschutzrechtlichen Fragen geben", wie der Konzern am Dienstag, 4. Mai 2010,in Berlin mitteilte. Die Bahn AG hatte im vergangenen Jahr nahezu den gesamten Vorstand und zahlreiche hohe Manager auswechseln muessen, weil jahrelang heimlich und ohne Betriebsratsbeteiligung Hunderttausende Mitarbeiter ausgespaeht worden waren. (AP Photo/Michael Probst, Archiv) ** zu APD6376 ** --- FILE - In this Jan. 29, 2008 file photo the Deutsche Bahn Logo is seen at the main train station in Frankfurt, central Germany. (AP Photo/Michael Probst, File)

© AP/Michael Probst

Digital Life
01/19/2017

Deutschland: WLAN in U-Bahnen und Regionalzügen gefordert

Seit kurzer Zeit kann kostenlos im ICE kostenlos WLAN genutzt werden. Die Fahrgast-Verbände fordern, dass das auch auf U-Bahn und Regionalzüge ausgeweitet wird.

Kostenloses Internet müsste es nach Ansicht von Fahrgast-Verbänden nicht nur im ICE, sondern auch in U-Bahnen und Regionalzügen geben. „In allen Zügen des Nahverkehrs müsste das heute Standard sein, damit Anschlussinformationen verfügbar sind“, sagte der Ehrenvorsitzende des Verbands Pro Bahn, Karl-Peter Naumann, der Deutschen Presse-Agentur. Auch der Berliner Fahrgastverband IGEB plädierte für bessere Internetverbindungen in den Tunneln. Vielfach könnten Fahrgäste nicht mehr nachschauen, wo sie umsteigen müssten, wenn sie einmal unterwegs seien, sagte der stellvertretende Vorsitzende Jens Wieseke.

Internet wegen Verspätungen wichtig

In Hochgeschwindigkeitszügen der Deutschen Bahn surfen Fahrgäste seit Jahresbeginn auch in der zweiten Klasse kostenlos im Internet. Bahnchef Rüdiger Grube will nun auch die Telefonverbindungen stabiler machen und ein Online-Unterhaltungsprogramm anbieten.

Besonders wichtig ist der Internet-Zugang nach Einschätzung von Pro Bahn aber nicht im ICE, sondern in den Regionalzügen auf dem Land. Hier sei die Handyverbindung teils noch schlecht und Anschlusszüge führen seltener als in der Stadt. Deshalb sei es umso wichtiger, dass Fahrgäste bei einer Verspätung schnell unterwegs nach alternativen Verbindungen suchen können.

Bis 2020

Die Bahn testet auf ausgewählten Strecken zwischen München und Augsburg sowie Kiel und Lüneburg derzeit technische Lösungen. Ziel sei es, bis 2020 einen Großteil der Regionalzüge auszurüsten, teilte das Unternehmen mit. Welche Bandbreite im Zug zur Verfügung steht, wird allerdings abhängig sein von der Leistungsfähigkeit der Mobilfunknetze.

In Berlin, wo Telefonieren und Internet-Surfen in den U-Bahntunneln nach Einschätzung der Fahrgast-Vertreter schlechter funktioniert als beispielsweise in Hamburg, werden jetzt zumindest die Bahnhöfe aufgerüstet. Bis Ende 2018 soll es in allen 173 U-Bahn-Stationen WLAN-Hotspots geben. Derzeit ist der drahtlose Internetzugang an 74 der U-Bahnhöfe möglich. Im fahrenden Zug aber reißt die Verbindung meist ab.