Digital Life
07.12.2018

Dieser 23-jährige Erfinder wird als nächster Elon Musk bezeichnet

Er will mit seinen Erfindungen das Leben anderer wesentlich erleichtern und wurde dafür bereits ins Weiße Haus eingeladen.

Mit seinen selbstentwickelten Armprothesen will Easton LaChappelle das Leben von Menschen erleichtern, denen Gliedmaßen fehlen. Seine Erfindungen auf diesem Gebiet bescherten ihm bereits einen Besuch im Weißen Haus, ein Praktikum bei der NASA sowie zahlreiche Auftritte aus Speaker.

Im Alter von 14 Jahren hat der junge LaChappelle seine erste Roboterhand mithilfe von Lego, einer Angelschnur und Kabeln hergestellt. Seine Arbeiten änderten sich grundlegend, als er zum 16. Geburtstag einen 3D-Drucker geschenkt bekam. Seither entwickelt er personalisierte Armprothesen, die aus dem 3D-Drucker kommen.

Wegweisende Begegnung

Seine Motivation bezieht er laut eigenen Angaben aus einer Begegnung mit einem prothesentragenden Mädchen. Es hatte eine Armprothese, die nicht mehr war als eine menschlich aussehende Klaue, die 80.000 Dollar kostete, so LaChappelle gegenüber dem US-Sender CNBC: "Das ist wie ein Paar Schuhe für 80.000 Dollar." Denn gerade bei jüngeren Prothesenträgern müssten die künstlichen Gliedmaßen regelmäßig ausgetauscht werden, was eine hohe finanzielle Belastung darstelle.

2014 wurde der Bestsellerautor Tony Robbins auf den jungen Erfinder aufmerksam, nachdem er einen TED Talk von LaChappelle gesehen hatte. "Das ist der nächste Elon Musk", schwärmte Robbins und gründete kurze Zeit später gemeinsam mit LaChappelle das Unternehmen Unlimited Tomorrow.

Neben Robbins investierte auch Microsoft, Arrow Electronics und Dassault Systèmes in die Firma. Heute wird Unlimited Tomorrow mit zehn Millionen Euro bewertet.

Prothesen leistbar machen

Im Gegensatz zu anderen Prothesenherstellern, die ihre Produkte eben zu horrenden Preisen anbieten, will LaChappelle Armprothesen für 5.000 bis 10.000 Dollar verkaufen. "Wir arbeiten permanent daran, den Preis noch weiter nach unten zu drücken", wird LaChappelle von CNBC zitiert.

Der Grund, warum Prothesen derart teuer sind, sei der fehlende Wettbewerb. Daher könnten Unternehmen verlangen was sie wollen.

Prothesen für hundert Personen

LaChappelles Vorteil gegenüber anderen Prothesen-Herstellern ist, dass seine künstlichen Gliedmaßen aus dem 3D-Drucker kommen. Daher könne ein kleines Unternehmen wie das seine konkurrenzfähig bleiben. Und anders als die meist modularen Prothesen könne er durch den 3D-Druck komplett personalisierte Prothesen herstellen.

Aktuell läuft gerade eine Crowdfunding-Kampagne, bei der LaChappelle und Robbins 500.000 Dollar einnehmen wollen, um damit 100 Personen - Erwachsene und Kinder - mit personalisierten Prothesen ausstatten zu können.