Dass Condoleezza Rice im Dropbox-Verwaltungsrat sitzt, behagt vielen Nutzern nicht

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Online-Service
04/10/2014

Dropbox-Nutzer erbost über Berufung von Condoleezza Rice

Nach der Berufung der früheren US-Außenministerin Condoleezza Rice in den Dropbox-Verwaltungsrat prasselt ein Sturm der Entrüstung auf den Datenspeicherdienst nieder.

„Auf Wiedersehen“, erklärten am Donnerstag mehrere Nutzer im firmeneigenen Diskussionsforum. „Ich werde meinen Account kündigen.“ Mit der Ernennung von Condoleezza Rice in den Verwaltungsrat habe Dropbox bewiesen, dass das Unternehmen absolut kein Interesse am Datenschutz habe, schrieb ein Nutzer.

Dies waren noch die harmlosesten Äußerungen; andere Kommentatoren griffen zu Hitler-Vergleichen oder verlangten eine Gefängnisstrafe für Rice. Sie war vor ihrer Zeit als Außenministerin in der Regierung von George W. Bush seine Nationale Sicherheitsberaterin. Rice gilt als mitverantwortlich für den Ausbau des staatlichen Überwachungsapparats nach den Anschlägen vom 11. September 2001.

Verkündung am Mittwoch

Dropbox-Mitgründer Drew Houston hatte am Mittwoch im Firmenblog die Personalie verkündet: „Wir sind stolz darauf, Dr. Condoleezza Rice in unserem Verwaltungsrat begrüßen zu dürfen.“ Sie soll demnach helfen, die weltweite Expansion voranzutreiben. Houston verwies unter anderem auf ihre Tätigkeit in den Verwaltungsräten des Computerbauers Hewlett-Packard und der Finanzfirma Charles Schwab. „Wir fühlen uns geehrt, jemand so brillantes und verdienstvolles wie Dr. Rice zu unserem Team hinzufügen zu können.“

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